Die Coro­na-Kri­se for­dert uns in vie­len Lebens­be­rei­chen her­aus. Fami­li­en müs­sen die Berufs­tä­tig­keit, die Betreu­ung der Kin­der und den Haus­halt mana­gen. Die sozia­len Kon­tak­te und Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten sind sehr ein­ge­schränkt und wich­ti­ge Bezugs­per­so­nen sind im Moment häu­fig nur tele­fo­nisch erreich­bar. Auch für Allein­ste­hen­de und älte­re Men­schen ändert sich auf­grund der Kon­takt­be­schrän­kun­gen und feh­len­den Frei­zeit­mög­lich­kei­ten eini­ges. Sor­gen um die Zukunft kön­nen den All­tag zusätz­lich erschwe­ren. Der ver­ant­wor­tungs­vol­le Alko­hol­kon­sum ist gera­de jetzt von Bedeu­tung. Der Alko­hol­kon­sum soll­te nicht dazu die­nen, die Stim­mung zu heben oder sor­gen­freie Momen­te zu erle­ben.

In den kom­men­den Wochen möch­ten wir Ihnen des­halb Acht­sam­keits­übun­gen vor­stel­len. Die­se Übun­gen kön­nen dabei unter­stüt­zen, die täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen mit mehr Gelas­sen­heit und inne­rer Stär­ke anzu­neh­men und ihr Gedan­ken­krei­sen zur Ruhe zu brin­gen.

Acht­sam­keit bedeu­tet, unse­ren Kör­per, unse­re Gedan­ken, unse­re Gefüh­le, unser Han­deln und die Sachen um uns her­um bewusst und mit allen Sin­nen wahr­zu­neh­men — und das gan­ze ohne Bewer­tung. Sie las­sen den Moment zu und auch wie­der los. Sie neh­men den Moment wahr, wie er gera­de ist.

4. Bei unse­rer heu­ti­gen Acht­sam­keits­übung steht Ihr Kör­per im Mit­tel­punkt der Auf­merk­sam­keit. Im All­tag fällt es uns oft schwer, auf ihn zu ach­ten und manch­mal gehen wir über unse­re kör­per­li­chen Gren­zen hin­weg. Wenn er dann streikt, bemer­ken wir oft erst, wel­che guten Diens­te er uns tag­täg­lich leis­tet und wie wich­tig es ist, sorg­sam mit ihm umzu­ge­hen. Schon gleich nach dem Auf­wa­chen kön­nen Sie Ihrem Kör­per etwas Gutes tun, deh­nen Sie ihn aus­gie­big und räkeln Sie sich genüss­lich. So kann der Tag gut star­ten. Auch wäh­rend der Arbeit, zum Bei­spiel im Büro, kön­nen Sie Ihrem Kör­per klei­ne Aus­zei­ten gön­nen, indem Sie immer mal wie­der auf­ste­hen und sich deh­nen oder ein­fach die Trep­pe statt den Auf­zug neh­men. Oder viel­leicht nut­zen Sie Ihre Mit­tags­pau­se für einen klei­nen Spa­zier­gang an der fri­schen Luft. Sie wer­den mer­ken, wie gut Ihnen und Ihrem Kör­per die­se Pau­sen tun. Wenn es Ihre Zeit erlaubt, dann trei­ben Sie Sport, powern Sie sich aus und beloh­nen sich danach mit einer war­men Dusche oder einer Mas­sa­ge.
Bei all die­sen Ide­en und Übun­gen ist es wich­tig, dass Sie sich nicht zu viel für den Tag vor­neh­men und sich dadurch selbst unter Druck set­zen. Ver­än­dern Sie Klei­nig­kei­ten und spü­ren Sie in sich hin­ein, was Ihnen gut­tut.

Vgl. Spann­bau­er, Ch. (2015): 40 Tage Acht­sam­keit. Impul­se für eine etwas ande­re Fas­ten­zeit. Her­der.