Die Coro­na-Kri­se for­dert uns in vie­len Lebens­be­rei­chen her­aus. Fami­li­en müs­sen die Berufs­tä­tig­keit, die Betreu­ung der Kin­der und den Haus­halt mana­gen. Die sozia­len Kon­tak­te und Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten sind sehr ein­ge­schränkt und wich­ti­ge Bezugs­per­so­nen sind im Moment häu­fig nur tele­fo­nisch erreich­bar. Auch für Allein­ste­hen­de und älte­re Men­schen ändert sich auf­grund der Kon­takt­be­schrän­kun­gen und feh­len­den Frei­zeit­mög­lich­kei­ten eini­ges. Sor­gen um die Zukunft kön­nen den All­tag zusätz­lich erschwe­ren. Der ver­ant­wor­tungs­vol­le Alko­hol­kon­sum ist gera­de jetzt von Bedeu­tung. Der Alko­hol­kon­sum soll­te nicht dazu die­nen, die Stim­mung zu heben oder sor­gen­freie Momen­te zu erle­ben.

In den kom­men­den Wochen möch­ten wir Ihnen des­halb Acht­sam­keits­übun­gen vor­stel­len. Die­se Übun­gen kön­nen dabei unter­stüt­zen, die täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen mit mehr Gelas­sen­heit und inne­rer Stär­ke anzu­neh­men und ihr Gedan­ken­krei­sen zur Ruhe zu brin­gen.

Acht­sam­keit bedeu­tet, unse­ren Kör­per, unse­re Gedan­ken, unse­re Gefüh­le, unser Han­deln und die Sachen um uns her­um bewusst und mit allen Sin­nen wahr­zu­neh­men — und das gan­ze ohne Bewer­tung. Sie las­sen den Moment zu und auch wie­der los. Sie neh­men den Moment wahr, wie er gera­de ist.

3. In den letz­ten Wochen, in denen die Coro­na-Pan­de­mie uns zum Zuhau­se Blei­ben gezwun­gen hat, haben vie­le Men­schen Hilfs­be­reit­schaft und Für­sor­ge erlebt, da bei­spiels­wei­se für sie ein­ge­kauft wur­de oder mehr mit ihnen tele­fo­niert wur­de und sie dadurch gemerkt haben, ‘da denkt jemand an mich’.

In der heu­ti­gen Acht­sam­keits­übung wird es jedoch nicht um den Ande­ren gehen, son­dern um Sie selbst und wie Sie gut zu sich selbst sein kön­nen. Behan­deln Sie sich heu­te so für­sorg­lich, wie Sie einen guten Freund oder eine gute Freun­din behan­deln wür­den. Das kann bedeu­ten, dass Sie sich Mut und Trost zuspre­chen, sich inner­lich loben oder sich eine Pau­se gön­nen, wo Sie ansons­ten wei­ter­ge­macht und nicht auf sich gehört hät­ten. Sei­en Sie lie­be­voll zu sich und ver­wöh­nen Sie sich.

Vgl. Spann­bau­er, Ch. (2015): 40 Tage Acht­sam­keit. Impul­se für eine etwas ande­re Fas­ten­zeit. Her­der.