Selbst­ver­let­zen­des Ver­hal­ten: Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che bie­tet umfang­rei­che Unterstützung

Len­ge­rich. Die Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che der Dia­ko­nie WesT e.V. ver­an­stal­tet einen Online-Eltern­abend und bie­tet Unter­stüt­zung bei selbst­ver­let­zen­dem Ver­hal­ten von Kin­dern und Jugendlichen.

Selbst­ver­let­zen­des Ver­hal­ten spielt im All­tag von Jugend­li­chen immer öfter eine Rol­le. Am häu­figs­ten sind Schnitt­ver­let­zun­gen — das soge­nann­te „Rit­zen“ — aber auch Ver­bren­nun­gen oder Ver­ät­zun­gen zäh­len dazu“, berich­tet Julia Strauß von der Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che. Laut der Exper­tin sind Mäd­chen beson­ders häu­fig betrof­fen, aber auch Jun­gen ver­let­zen sich selbst. „Betrof­fe­ne Müt­ter und Väter stel­len sich oft Fra­gen wie: „War­um macht mein Kind das?“, „Habe ich was falsch gemacht?“, „Darf ich dar­über mit mei­ner Tochter/meinem Sohn spre­chen?“ und vor allem: „Was kann ich dage­gen tun?““, so Strauß weiter.

Selbst­ver­let­zen­des Ver­hal­ten kann von Betrof­fe­nen als eine Art Lösungs­ver­such ver­stan­den wer­den, mit Druck und hef­ti­gen Gefüh­len umzu­ge­hen, eine Art Aus­weg aus Angst, Wut, Ver­zweif­lung oder Anspan­nung. Dahin­ter steckt laut der Exper­tin ein ernst­zu­neh­men­der Ruf nach Hil­fe und Unter­stüt­zung, nach Beach­tung und Für­sor­ge. Das hart­nä­cki­ge Gerücht, betrof­fe­ne Jugend­li­che woll­ten sich nur „inter­es­sant machen“ oder „in den Vor­der­grund stel­len“ baga­tel­li­siere ihre gro­ße Belas­tung. Die Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che lädt betrof­fe­ne Eltern und Fami­li­en am 27.01.2022 um 19:30 Uhr zu einem Online-Eltern­abend ein, um mit ihnen über die­ses The­ma ins Gespräch zu kom­men und ihre Fra­gen und Sor­gen rund um das The­ma best­mög­lich zu beantworten.

Anmel­dung bis zum 25.01.22 über erziehungsberatung@diakonie-west.de oder tele­fo­nisch unter der 05481/3054240.

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