Rheine/Emsdetten. Die Kam­pa­gne „Lui­sa ist hier!“ ist Teil der im Dezem­ber 2016 vom Frau­en-Not­ruf Müns­ter initi­ier­ten Prä­ven­ti­ons­kam­pa­gne „Sicher fei­ern“ und bie­tet direk­te, nie­der­schwel­li­ge Hil­fe bei sexu­el­ler Beläs­ti­gung und sexua­li­sier­ter Gewalt gegen Frau­en und Mäd­chen. Mitt­ler­wei­le betei­li­gen sich bun­des­weit – und über die Lan­des­gren­zen hin­aus — über 63 Städ­te an der Kam­pa­gne.

Mit der Fra­ge „Ist Lui­sa hier?“ kön­nen sich Frau­en in Gast­stät­ten, Knei­pen, Bars und Clubs an das zuvor geschul­te Per­so­nal der teil­neh­men­den Loka­le wen­den. Die Fra­ge fun­giert als Code, um bei sexu­el­ler Beläs­ti­gung oder Angst vor sexu­el­len Über­grif­fen ohne wei­te­re Erklä­rung Hil­fe zu erhal­ten.

Die Code-Fra­ge soll dabei nicht die Inten­ti­on der Fra­gen­den ver­schlei­ern, son­dern es ver­ein­fa­chen, um Hil­fe zu fra­gen. In einem Rück­zugs­ort, wie einem Per­so­nal­raum, kann die benö­tig­te Hil­fe prä­zi­siert wer­den, etwa ob Freun­de geru­fen wer­den sol­len, Sachen vom Platz geholt wer­den sol­len, eine Beglei­tung zum Taxi gebraucht wird oder die Poli­zei infor­miert wer­den soll. Durch gut sicht­ba­re Pla­ka­te im Lokal sowie Spie­gel- und Tür­auf­kle­ber in den Sani­tär­räu­men für die weib­li­chen Gäs­te soll auf die­se Mög­lich­keit hin­ge­wie­sen wer­den.

Die seit dem 1. April die­sen Jah­res akti­ve Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt und die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten der Stadt Rhei­ne und der Stadt Ems­det­ten eta­blie­ren die Kam­pa­gne nun auch in Rhei­ne und Ems­det­ten und set­zen damit ein deut­li­ches Zei­chen, dass sexua­li­sier­te Gewalt und Beläs­ti­gung weder ver­harm­lost noch tole­riert wird. Poten­ti­el­len Tätern soll eine deut­li­che Gren­ze auf­ge­zeigt wer­den. Betrof­fe­nen Frau­en wird ver­mit­telt, dass sie ein Recht auf Hil­fe, Unter­stüt­zung und Wehr­haf­tig­keit haben und dass sie nicht allein sind.

Dabei über­neh­men Mit­ar­bei­te­rin­nen der Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt die Schu­lung des Per­so­nals der sich betei­li­gen­den Loka­li­tä­ten, die Aus­ga­be von Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en sowie die Öffent­lich­keits­ar­beit.

In allen öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen?
Die Kam­pa­gne rich­tet sich nicht nur an Bars, Clubs und ähn­li­che Loka­li­tä­ten. Öffent­li­che Ein­rich­tun­gen, wie zum Bei­spiel das Frei­bad, Hal­len­bad und auch die Kar­ne­vals­ver­ei­ne, kön­nen Frau­en und Mäd­chen mit der Kam­pa­gne Sicher­heit und Hil­fe bie­ten.

Kon­takt und Infos: Agnes Denk­ler und Ria Mes­ter, Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt, tele­fo­nisch unter 05971 800 9292 oder per Mail an fachberatung-gewalt@dw-te.de.