Betei­li­gen sich am welt­wei­ten Akti­ons­tag: Die Mit­ar­bei­te­rin­nen der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le Manue­la Klei­ne, Ste­fa­nie von Weyhro­ther, Agnes Denk­ler und Ria Mes­ter (v.l.n.r.).

Rheine/Kreis Stein­furt. Die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le des Dia­ko­ni­schen Wer­kes wird gemein­sam mit einem welt­wei­ten Pro­test­netz­werk aus Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten, Frau­en­ver­bän­den, kirch­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen, Gewerk­schaf­ten, Minis­te­ri­en, Par­tei­en und vie­len enga­gier­ten Ein­zel­per­so­nen sowie TERRE DES FEMMES am 25. Novem­ber, dem Inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag „NEIN zu Gewalt an Frau­en“, zum 19. Mal ein Zei­chen gegen Gewalt an Mäd­chen und Frau­en set­zen.

Allein in Deutsch­land haben bereits 25 Pro­zent der Frau­en kör­per­li­che oder sexu­el­le Gewalt oder bei­des durch ihre Part­ner erlebt. Kaum ein Ver­bre­chen in Deutsch­land wird so sel­ten bestraft wie eine Ver­ge­wal­ti­gung – obwohl es eine der häu­figs­ten For­men von Gewalt an Frau­en ist: Etwa alle drei Minu­ten wird in Deutsch­land eine Frau ver­ge­wal­tigt. Doch nur jeder ach­te Täter wird ver­ur­teilt.

Der Inter­na­tio­na­le Akti­ons­tag „NEIN zu Gewalt an Frau­en” geht zurück auf die Ermor­dung der Schwes­tern Mira­bal am 25. Novem­ber 1960. Die drei Frau­en hat­ten sich gegen die Dik­ta­tur in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik gewehrt und wur­den nach mona­te­lan­ger Fol­ter vom mili­tä­ri­schen Geheim­dienst umge­bracht. Mit der jähr­lich stei­gen­den Zahl von gehiss­ten Fah­nen wird das Ver­mächt­nis die­ser drei Frau­en ein­drucks­voll gewür­digt.

An der Akti­on betei­ligt sich die kreis­weit täti­ge Frau­en­be­ra­tungs­stel­le mit ihren Schwer­punkt­the­men häus­li­che und sexua­li­sier­te Gewalt. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen set­zen ein Zei­chen gegen Gewalt an Frau­en und Mäd­chen. Denn auch im Kreis Stein­furt erle­ben jeden Tag dut­zen­de von Frau­en und Kin­dern Gewalt. Sie wer­den gede­mü­tigt, beläs­tigt, geschla­gen, ver­ge­wal­tigt. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen bera­ten, unter­stüt­zen und beglei­ten Frau­en in Ein­zel­ge­sprä­chen auf ihrem Weg in ein selbst­be­stimm­tes und gewalt­frei­es Leben. Das Ange­bot ist kos­ten­frei und auf Wunsch anonym.