Bera­tungs­stel­le Sucht im Dia­ko­nie-Bera­tungs­zen­trum wei­ter­hin erreich­bar

Len­ge­rich. Durch die Coro­na-Kri­se ver­än­dert sich für vie­le Men­schen plötz­lich der Tages­ab­lauf und die außer­ge­wöhn­li­che Situa­ti­on stellt uns alle vor neue Her­aus­for­de­run­gen. Doch wel­che Aus­wir­kun­gen hat die Coro­na-Kri­se auf Men­schen mit einer Such­ter­kran­kung? „Sie kön­nen hier­von ganz beson­ders betrof­fen sein“, weiß Ulla Voß-Jou­bert von der Bera­tungs­stel­le Sucht in Len­ge­rich. So fin­den vie­le Ter­mi­ne und frei­zeit­struk­tu­rie­ren­de Ange­bo­te nicht mehr statt und sozia­le Kon­tak­te sol­len ver­mie­den wer­den. „Dies führt zur Ein­sam­keit und alte Ver­hal­tens­mus­ter kön­nen sich zurück­mel­den“, weiß die Diplom-Sozi­al­päd­ago­gin. Aber auch bei Fami­li­en­mit­glie­dern könn­ten Fra­gen in Bezug auf den Sucht­mit­tel­kon­sum und den Umgang dazu ent­ste­hen. „Gera­de, wenn es zu ver­mehr­tem Trin­ken kommt oder sich Rück­fäl­le abzeich­nen.“

Die Bera­tungs­stel­le Sucht kann zur­zeit kei­ne per­sön­li­chen Kon­tak­te anbie­ten. Auch die Ange­bo­te wie das Café mit Aus­sicht — der Früh­stücks­treff und das Offe­ne Wohn­zim­mer fin­den nicht mehr statt. „Für man­che Betrof­fe­ne ent­fällt ein Stück Ver­läss­lich­keit und Regel­mä­ßig­keit“, ist sich Voß-Jou­bert sicher. „Unser Team der Bera­tungs­stel­le ist den­noch ansprech­bar.“ So wür­den die bereits ver­ein­bar­ten Ter­mi­ne in Tele­fon­kon­tak­te umge­wan­delt. Auch neue Gesprächs­ter­mi­ne könn­ten so ver­ein­bart wer­den. Auf Wunsch sind die Bera­te­rin­nen und Bera­ter auch per Mail erreich­bar. „Die Betrof­fe­nen kön­nen so mit uns in Ver­bin­dung blei­ben und ihre Sor­gen und Anlie­gen bespre­chen. Dies kann zur Sta­bi­li­sie­rung bei­tra­gen.“

Die Bera­tungs­stel­le Sucht hat dafür auch die Tele­fon­sprech­zei­ten aus­ge­wei­tet. Mon­tags bis don­ners­tags ist die Bera­tungs­stel­le von 9 bis 16.30 Uhr und frei­tags von 9 bis 13 Uhr unter 05481 3054280 erreich­bar. Betrof­fe­ne kön­nen sich selbst­ver­ständ­lich auch per Mail an suchtberatung@dw-te.de mel­den. Voß-Jou­bert: „Dazu noch ein Hin­weis in eige­ner Sache: Wenn die Kol­le­gin­nen im Gespräch sind, springt der Anruf­be­ant­wor­ter an. Las­sen Sie sich davon nicht irri­tie­ren und hin­ter­las­sen Sie bit­te Ihre Tele­fon­num­mer und Ihren Namen. Wir mel­den uns schnellst­mög­lich bei Ihnen zurück.“ Die Gesprä­che sind selbst­ver­ständ­lich ver­trau­lich und kos­ten­los. „Egal wie groß oder klein das Pro­blem erscheint: Unser Team der Bera­tungs­stel­le Sucht berät Sie ger­ne“, betont Ulla Voß-Jou­bert.