Selbst­be­haup­tungs- und Selbst­ver­tei­di­gungs­kur­se für Mäd­chen und Frau­en

Wen­Do – Frau­en ler­nen sich selbst zu behaup­ten und zu ver­tei­di­gen

Die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le des Dia­ko­ni­schen Werks Teck­len­burg ver­an­stal­tet zwei Selbst­be­haup­tungs- und Selbst­ver­tei­di­gungs­kur­se, einen für Mäd­chen und jun­ge Frau­en im Alter von 15–17 Jah­ren und einen für Frau­en ab 18+ Jah­ren.
In den Kur­sen geht es dar­um zu ler­nen, sich nicht von Grenz­über­schrei­tun­gen ein­schüch­tern zu las­sen, son­dern aktiv sei­nen Stand­punkt zu ver­tre­ten. Außer­dem erler­nen die Teil­neh­me­rin­nen Selbst­ver­tei­di­gungs­tech­ni­ken, um einen Angriff abweh­ren zu kön­nen und sich in einer Not­si­tua­ti­on aus einer Umklam­me­rung zu befrei­en. In bei­den Kur­sen steht zudem der Aus­tausch mit ande­ren Frau­en und vor allem der Spaß an der prak­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung mit The­men wie Kör­per­spra­che, Mimik und Stim­me im Vor­der­grund.

Bei­de Kur­se sind kos­ten­frei!

Selbst­be­haup­tungs- und Selbst­ver­tei­di­gungs­kurs für Mäd­chen
Ter­min: Sams­tag, 31.10.2020
Uhr­zeit: 10:00 bis 15:00 Uhr (inkl. Pau­se)
Ort: JFD-Bil­dungs­stät­te
Wadel­hei­mer Chaus­see 195
48432 Rhei­ne

Selbst­be­haup­tungs- und Selbst­ver­tei­di­gungs­kurs für Frau­en
Ter­min: Sams­tag, 21.11.2020
Uhr­zeit: 10:00 bis 15:00 Uhr (inkl. Pau­se)
Ort: Bil­dungs­zen­trum Bür­ger­hof Schott­hock
Lin­ge­ner Damm 137
48429 Rhei­ne

Anmel­dun­gen rich­ten Sie bit­te an:
Jugend- und Fami­li­en­dienst (jfd) e.V.
Wadel­hei­mer Chaus­see 195
48432 Rhei­ne
Email: kursanmeldung@jfd-rheine.de
Tel: 05971 / 91448–188

 

Die Kur­se fin­den in Koope­ra­ti­on mit dem jfd Rhei­ne, „Run­der Tisch Häus­li­che Gewalt Stein­furt“ und der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le des Dia­ko­ni­schen Werk Teck­len­burg statt. Geför­dert wer­den die Kur­se durch das MHKBG.

Mit­glie­der­ver­samm­lung stellt Wei­chen für die Zukunft des Dia­ko­ni­schen Wer­kes im evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis Teck­len­burg

Kir­chen­kreis Teck­len­burg. Wie in jedem Jahr hat­te das Dia­ko­ni­sche Werk sei­ne Mit­glie­der zu einer Mit­glie­der­ver­samm­lung ein­ge­la­den – die­ses Jahr mit einem ganz beson­de­ren Schwer­punkt: Der Vor­stand hat in den letz­ten Mona­ten in Zusam­men­ar­beit mit dem Dia­ko­ni­schen Werk Stein­furt-Coes­feld-Bor­ken neue Stra­te­gien ent­wi­ckelt, um sich den Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft ange­mes­sen stel­len zu kön­nen. In der Mit­glie­der­ver­samm­lung wur­de die­ses Kon­zept nun vor­ge­stellt und die wei­te­re Bear­bei­tung zur Abstim­mung gestellt.

Das Jahr 2020 war mit eini­gen Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den, die es vor allem in Bezug auf die Coro­na-Pan­de­mie zu meis­tern galt. „Coro­na als neue Her­aus­for­de­rung hat vie­le Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten in Fra­ge gestellt“ resü­mier­te Ste­fan Zim­mer­mann, geschäfts­füh­ren­der Vor­stand des Dia­ko­ni­schen Werks. Um die­sen ange­mes­sen ent­ge­gen tre­ten zu kön­nen, wur­de ein Kri­sen­stab aus ins­ge­samt acht Mit­ar­bei­ten­den unter­schied­li­cher Abtei­lun­gen gegrün­det. „Basie­rend auf den Erkennt­nis­sen aus dem Kri­sen­stab haben wir in regel­mä­ßi­gen Abstän­den eine Coro­na-Infor­ma­ti­on ver­sen­det, um alle Mit­ar­bei­ten­den des Wer­kes schnell und trans­pa­rent über neue Ent­wick­lun­gen zu infor­mie­ren — aber auch, um offe­ne Fra­gen zu klä­ren und die Ängs­te und Unsi­cher­hei­ten im Umgang mit dem Virus zu neh­men.“ Im Zuge des­sen sprach Zim­mer­mann allen Mit­ar­bei­ten­den des Wer­kes sei­nen größ­ten Dank aus: „Sie waren und sind für die Schwächs­ten da und haben die Ver­sor­gung unse­rer Klient*innen auch in der Coro­na-Pan­de­mie gewähr­leis­tet. Sie sind unse­re All­tags­hel­den, dafür möch­te ich mich im Namen des Dia­ko­ni­schen Wer­kes herz­lich bei Ihnen allen bedan­ken.“

Ost Zimmermann NassTrotz all der Hin­der­nis­se 2020 kann das Dia­ko­ni­sche Werk vol­ler Stolz auf ein erfolg­rei­ches Geschäfts­jahr 2019 zurück­bli­cken. „Unser Werk steht gut da, es herrscht ein posi­ti­ves Arbeits­kli­ma und wir konn­ten vie­le neue Mit­ar­bei­ten­de dazu­ge­win­nen“, bemerk­te Zim­mer­mann. Per­so­nell gab es seit der letz­ten Mit­glie­der­ver­samm­lung kei­ne Ände­run­gen auf der Füh­rungs­ebe­ne, ledig­lich struk­tu­rell ist eine klei­ne Ver­än­de­rung zu bemer­ken: Jür­gen Nass, der theo­lo­gi­sche Vor­stand des Wer­kes, hat Anfang des Jah­res sei­nen Ruhe­stand in der Kran­ken­haus­seel­sor­ge ange­tre­ten. Sein Ver­spre­chen, auch über den Ruhe­stand hin­aus noch für das Vor­stands­amt zu Ver­fü­gung zu ste­hen, hat er gehal­ten. Herr Nass ist nun haupt­amt­lich mit einer Vier­tel Stel­le als theo­lo­gi­scher Vor­stand tätig.

Auch wirt­schaft­lich kann das Dia­ko­ni­sche Werk posi­tiv in die Zukunft bli­cken. So bestä­tig­te der gewähl­te Wirt­schafts­prü­fer Wern­her Schwarz dem Werk eine „sehr soli­de Ver­mö­gens­struk­tur“ und fäll­te nach der Prü­fung des Jah­res­ab­schlus­ses ein posi­ti­ves Gesamt­ur­teil. Das Dia­ko­ni­sche Werk hat in den letz­ten Jah­ren ein star­kes Wachs­tum zu ver­zeich­nen, wobei die Füh­rungs­struk­tur dem Wachs­tum nicht ange­passt wer­den konn­te. Um die Zukunfts­fä­hig­keit des Dia­ko­ni­schen Wer­kes Teck­len­burg auch wei­ter­hin sicher­zu­stel­len, wur­de der Mit­glie­der­ver­samm­lung ein Kon­zept zur Fusi­on mit dem Dia­ko­ni­schen Werk Stein­feld-Coes­feld-Bor­ken vor­ge­stellt und eine wei­te­re Arbeit an dem Zusam­men­schluss in Abstim­mung gestellt. „Dia­ko­nie im west­li­chen Müns­ter­land und Teck­len­bur­ger Land – kurz Dia­ko­nie WesT e.V.“ – soll die Koope­ra­ti­on bei­der Wer­ke dann zukünf­tig hei­ßen.

Der ein­stim­mi­ge Beschluss der Mit­glie­der bestä­tig­te die Arbeit der Vor­stän­de bei­der Wer­ke: „Wir freu­en und bedan­ken uns ganz herz­lich für Ihr Ver­trau­en und bli­cken vol­ler Zuver­sicht auf die wei­te­re Zusam­men­ar­beit mit dem Dia­ko­ni­schen Werk Stein­furt-Coes­feld-Bor­ken“, sag­te André Ost, Vor­sit­zen­der des Ver­wal­tungs­ra­tes unter Applaus.

Ehren­amt­li­cher Betreu­er wer­den — Eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be und Her­aus­for­de­rung

Am 27.08.2020 bie­tet der dia­ko­ni­sche Betreu­ungs­ver­ein in Rhei­ne einen Infor­ma­ti­ons­abend zum The­ma ehren­amt­li­cher Betreu­er wer­den an. Der Infor­ma­ti­ons­abend ist für alle ehren­amt­li­che Betreu­er und Inter­es­sier­te. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 18:30 Uhr im Gemein­de­haus der Kir­chen­ge­mein­de Jako­bi, Müns­ter­stra­ße 54 in Rhei­ne.
“Betreu­ung” im Sin­ne des Betreu­ungs­ge­set­zes ist die gesetz­li­che Ver­tre­tung von Men­schen, die auf­grund von Krank­heit oder Behin­de­rung ihre Ange­le­gen­hei­ten vor­über­ge­hend bezie­hungs­wei­se dau­er­haft nicht selbst regeln kön­nen. Die Ver­tre­tung, wenn es nicht mehr „Allei­ne“ geht.

Im all­täg­li­chen Leben kann die­se Situa­ti­on ein­tre­ten, dass jemand die Hil­fe ande­rer benö­tigt. Wie im Bei­spiel der Frau L. Sie ist acht­zig Jah­re alt und lei­det an einer Alz­hei­mer Erkran­kung. Sie lebt allei­ne und hat kei­ne Ange­hö­ri­gen, die sich um sie küm­mern. Immer häu­fi­ger ver­legt sie ihre Kon­to­aus­zü­ge, hat kei­nen Über­blick mehr über ihre monat­li­chen Ein­nah­men und Aus­ga­ben. Das Lesen fällt ihr schwer. Sie ver­säumt, ihre Mie­te und Neben­kos­ten zu über­wei­sen. Als die ers­ten Mah­nun­gen ein­ge­hen, reagiert sie kopf­los und panisch. Da sie auch kei­nen Über­blick mehr hat, was sie an Lebens­mit­teln benö­tigt, ist auch ihre Ver­sor­gung nur noch unge­nü­gend. Der letz­te Arzt­be­such liegt lan­ge zurück.

Dies wäre eine klas­si­sche Situa­ti­on, in der ein ehren­amt­li­cher Betreu­er hel­fen und unter­stüt­zen kann. Er könn­te Frau L. behilf­lich sein, Ange­le­gen­hei­ten mit dem Ver­mie­ter, Ener­gie­ver­sor­ger, Zei­tungs­ver­lag etc. zu orga­ni­sie­ren und zu regeln. Es geht nicht dar­um, die per­sön­li­che Pfle­ge und Ver­sor­gung der Frau L. zu über­neh­men, son­dern viel­mehr die­se zu orga­ni­sie­ren und sicher zu stel­len.

Die Bestel­lung eines Betreu­ers hat grund­sätz­lich kei­ne Aus­wir­kun­gen auf die Geschäfts­fä­hig­keit des Betreu­ten. Das heißt, der Betreu­te kann im Rechts­ver­kehr teil­neh­men und Ver­trä­ge abschlie­ßen.

Ein Betreu­er fun­giert als eine Art „ehren­amt­li­cher Anwalt“. Er ver­tritt die recht­li­chen Inter­es­sen sei­nes Betreu­ten. Die Auf­ga­ben­be­rei­che sind unter ande­rem die Gesund­heits­für­sor­ge, Ver­tre­tung gegen­über Behör­den und Insti­tu­tio­nen, Ver­mö­gens­sor­ge sowie die Woh­nungs­an­ge­le­gen­hei­ten. Die Auf­ga­ben­be­rei­che wer­den vom Betreu­ungs­ge­richt fest­ge­legt. Betreu­er wer­den vom Betreu­ungs­ge­richt kon­trol­liert. Drit­te oder Ange­hö­ri­ge haben die Mög­lich­keit, ihre Anmer­kun­gen und Beschwer­den beim Betreu­ungs­ge­richt ein­zu­rei­chen. Das Gericht muss dann den Hin­wei­sen nach­ge­hen.

Das Betreu­ungs­ge­setz regelt die gesetz­li­che Betreu­ung, es hat das alte Vor­mund­schafts- und Pfleg­schafts­recht abge­löst. Durch das neue Gesetz wird die Ehren­amt­lich­keit bei der Über­nah­me von Betreu­un­gen beson­ders betont. Der Dia­ko­ni­sche Betreu­ungs­ver­ein hat sich seit 25 Jah­ren zum Ziel gesetzt, inter­es­sier­te Ehren­amt­li­che für die­se Auf­ga­be zu gewin­nen und in ihrer prak­ti­schen Tätig­keit zu unter­stüt­zen und zu beglei­ten. Auch bereits täti­ge Betreuer/Innen erhal­ten die­se Unter­stüt­zung durch den Betreu­ungs­ver­ein.

Aus die­sem Grund bie­tet der Dia­ko­ni­sche Betreu­ungs­ver­ein am Frei­tag, den 27.08.2020 einen Infor­ma­ti­ons­abend für ehren­amt­li­che Betreuer/Innen und Inter­es­sier­ten an. An die­sem Abend wird die Auf­ga­be eines Betreu­ers, und die Arbeit des Dia­ko­ni­schen Betreu­ungs­ver­ei­nes vor­ge­stellt. Eine Anmel­dung ist erfor­der­lich.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen ste­hen die Mit­ar­bei­ter des Dia­ko­ni­schen Betreu­ungs­ver­ei­nes Rhei­ne ger­ne zur Ver­fü­gung. Sie errei­chen die Mit­ar­bei­ter unter der Ruf­num­mer 05971/8007490 oder per Email unter betreuungsverein-rheine@dw-te.de.

Tipps aus unse­rer Bera­tungs­stel­le Sucht: Acht­sam­keit in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie 6

Die Coro­na-Kri­se for­dert uns in vie­len Lebens­be­rei­chen her­aus. Fami­li­en müs­sen die Berufs­tä­tig­keit, die Betreu­ung der Kin­der und den Haus­halt mana­gen. Die sozia­len Kon­tak­te und Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten sind sehr ein­ge­schränkt und wich­ti­ge Bezugs­per­so­nen sind im Moment häu­fig nur tele­fo­nisch erreich­bar. Auch für Allein­ste­hen­de und älte­re Men­schen ändert sich auf­grund der Kon­takt­be­schrän­kun­gen und feh­len­den Frei­zeit­mög­lich­kei­ten eini­ges. Sor­gen um die Zukunft kön­nen den All­tag zusätz­lich erschwe­ren. Der ver­ant­wor­tungs­vol­le Alko­hol­kon­sum ist gera­de jetzt von Bedeu­tung. Der Alko­hol­kon­sum soll­te nicht dazu die­nen, die Stim­mung zu heben oder sor­gen­freie Momen­te zu erle­ben.

In den kom­men­den Wochen möch­ten wir Ihnen des­halb Acht­sam­keits­übun­gen vor­stel­len. Die­se Übun­gen kön­nen dabei unter­stüt­zen, die täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen mit mehr Gelas­sen­heit und inne­rer Stär­ke anzu­neh­men und ihr Gedan­ken­krei­sen zur Ruhe zu brin­gen.

Acht­sam­keit bedeu­tet, unse­ren Kör­per, unse­re Gedan­ken, unse­re Gefüh­le, unser Han­deln und die Sachen um uns her­um bewusst und mit allen Sin­nen wahr­zu­neh­men — und das gan­ze ohne Bewer­tung. Sie las­sen den Moment zu und auch wie­der los. Sie neh­men den Moment wahr, wie er gera­de ist.

6. Die heu­ti­ge Acht­sam­keits­übung ist dem Sehen gewid­met.
Wie sieht Ihr Lieb­lings­platz aus? Was sehen Sie sich im Früh­ling am liebs­ten an? Auch bei die­ser Übung kön­nen Sie zur Ruhe kom­men und ganz bei sich selbst sein, wenn Sie Ihre Auf­merk­sam­keit auf das Sehen rich­ten.

Wenn Sie die Natur mögen, kön­nen Sie sich wie­der einen unge­stör­ten, schö­nen Ort suchen. Dies­mal viel­leicht mit einer Bank oder einem Baum, an dem Sie sich anleh­nen kön­nen. Wenn Sie es sich bequem gemacht haben, schau­en Sie sich ganz in Ruhe in der Umge­bung um. Was sehen Sie? Wie weit kön­nen Sie bli­cken? Wel­che Far­ben sehen Sie? Rich­ten Sie Ihre Auf­merk­sam­keit ganz auf das Sehen.
Alter­na­tiv kön­nen Sie sich einen Gegen­stand aus­su­chen, den Sie jeden Tag nut­zen. Zum Bei­spiel Ihr Schlüs­sel oder Ihr Porte­mon­naie oder Ihre Uhr. Sehen Sie sich den Gegen­stand inten­siv an. Betrach­ten Sie den Gegen­stand für ein paar Minu­ten aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven. Wie sind die Mate­ria­li­en, For­men und Grö­ßen­ver­hält­nis­se?

Vgl. Engel­mann, B. (2012): Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie. Acht­sam­keit, Glück, Mut. Beltz Ver­lag, Wein­heim.

Tipps aus unse­rer Bera­tungs­stel­le Sucht: Acht­sam­keit in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie 5

Die Coro­na-Kri­se for­dert uns in vie­len Lebens­be­rei­chen her­aus. Fami­li­en müs­sen die Berufs­tä­tig­keit, die Betreu­ung der Kin­der und den Haus­halt mana­gen. Die sozia­len Kon­tak­te und Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten sind sehr ein­ge­schränkt und wich­ti­ge Bezugs­per­so­nen sind im Moment häu­fig nur tele­fo­nisch erreich­bar. Auch für Allein­ste­hen­de und älte­re Men­schen ändert sich auf­grund der Kon­takt­be­schrän­kun­gen und feh­len­den Frei­zeit­mög­lich­kei­ten eini­ges. Sor­gen um die Zukunft kön­nen den All­tag zusätz­lich erschwe­ren. Der ver­ant­wor­tungs­vol­le Alko­hol­kon­sum ist gera­de jetzt von Bedeu­tung. Der Alko­hol­kon­sum soll­te nicht dazu die­nen, die Stim­mung zu heben oder sor­gen­freie Momen­te zu erle­ben.

In den kom­men­den Wochen möch­ten wir Ihnen des­halb Acht­sam­keits­übun­gen vor­stel­len. Die­se Übun­gen kön­nen dabei unter­stüt­zen, die täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen mit mehr Gelas­sen­heit und inne­rer Stär­ke anzu­neh­men und ihr Gedan­ken­krei­sen zur Ruhe zu brin­gen.

Acht­sam­keit bedeu­tet, unse­ren Kör­per, unse­re Gedan­ken, unse­re Gefüh­le, unser Han­deln und die Sachen um uns her­um bewusst und mit allen Sin­nen wahr­zu­neh­men — und das gan­ze ohne Bewer­tung. Sie las­sen den Moment zu und auch wie­der los. Sie neh­men den Moment wahr, wie er gera­de ist.

5. Die nächs­te Acht­sam­keits­übung befasst sich mit dem Rie­chen.

Wie riecht der Früh­ling? Wie riecht es im Wald? Wie riecht Ihr Lieb­lings­es­sen, Ihr Dusch­gel, Ihre Part­ne­rin oder Ihr Part­ner?
Wenn Sie Ihre Acht­sam­keit auf das Rie­chen rich­ten, kön­nen Sie dadurch zur Ruhe kom­men und ganz bei sich selbst sein. Neh­men Sie sich ein paar Minu­ten Zeit für die­se Übung und gehen Sie dafür nach drau­ßen. Suchen Sie sich einen unge­stör­ten, schö­nen Ort. Wenn Sie dort ange­kom­men sind, suchen Sie sich eine Blu­me oder ein Blatt und rie­chen lang und aus­gie­big dar­an. Schie­ßen Sie dabei die Augen und atmen lang­sam ein und aus. Neh­men Sie den Geruch wahr. Wie riecht die Blume/das Blatt, wenn Sie es etwas wei­ter ent­fernt hal­ten? Und wie riecht Ihre Hand?
Wie füh­len Sie sich, wenn Sie sich ganz auf die Übung kon­zen­trie­ren?

Vgl. Engel­mann, B. (2012): Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie. Acht­sam­keit, Glück, Mut. Beltz Ver­lag, Wein­heim.

Tipps aus unse­rer Bera­tungs­stel­le Sucht: Acht­sam­keit in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie 4

Die Coro­na-Kri­se for­dert uns in vie­len Lebens­be­rei­chen her­aus. Fami­li­en müs­sen die Berufs­tä­tig­keit, die Betreu­ung der Kin­der und den Haus­halt mana­gen. Die sozia­len Kon­tak­te und Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten sind sehr ein­ge­schränkt und wich­ti­ge Bezugs­per­so­nen sind im Moment häu­fig nur tele­fo­nisch erreich­bar. Auch für Allein­ste­hen­de und älte­re Men­schen ändert sich auf­grund der Kon­takt­be­schrän­kun­gen und feh­len­den Frei­zeit­mög­lich­kei­ten eini­ges. Sor­gen um die Zukunft kön­nen den All­tag zusätz­lich erschwe­ren. Der ver­ant­wor­tungs­vol­le Alko­hol­kon­sum ist gera­de jetzt von Bedeu­tung. Der Alko­hol­kon­sum soll­te nicht dazu die­nen, die Stim­mung zu heben oder sor­gen­freie Momen­te zu erle­ben.

In den kom­men­den Wochen möch­ten wir Ihnen des­halb Acht­sam­keits­übun­gen vor­stel­len. Die­se Übun­gen kön­nen dabei unter­stüt­zen, die täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen mit mehr Gelas­sen­heit und inne­rer Stär­ke anzu­neh­men und ihr Gedan­ken­krei­sen zur Ruhe zu brin­gen.

Acht­sam­keit bedeu­tet, unse­ren Kör­per, unse­re Gedan­ken, unse­re Gefüh­le, unser Han­deln und die Sachen um uns her­um bewusst und mit allen Sin­nen wahr­zu­neh­men — und das gan­ze ohne Bewer­tung. Sie las­sen den Moment zu und auch wie­der los. Sie neh­men den Moment wahr, wie er gera­de ist.

4. Bei unse­rer heu­ti­gen Acht­sam­keits­übung steht Ihr Kör­per im Mit­tel­punkt der Auf­merk­sam­keit. Im All­tag fällt es uns oft schwer, auf ihn zu ach­ten und manch­mal gehen wir über unse­re kör­per­li­chen Gren­zen hin­weg. Wenn er dann streikt, bemer­ken wir oft erst, wel­che guten Diens­te er uns tag­täg­lich leis­tet und wie wich­tig es ist, sorg­sam mit ihm umzu­ge­hen. Schon gleich nach dem Auf­wa­chen kön­nen Sie Ihrem Kör­per etwas Gutes tun, deh­nen Sie ihn aus­gie­big und räkeln Sie sich genüss­lich. So kann der Tag gut star­ten. Auch wäh­rend der Arbeit, zum Bei­spiel im Büro, kön­nen Sie Ihrem Kör­per klei­ne Aus­zei­ten gön­nen, indem Sie immer mal wie­der auf­ste­hen und sich deh­nen oder ein­fach die Trep­pe statt den Auf­zug neh­men. Oder viel­leicht nut­zen Sie Ihre Mit­tags­pau­se für einen klei­nen Spa­zier­gang an der fri­schen Luft. Sie wer­den mer­ken, wie gut Ihnen und Ihrem Kör­per die­se Pau­sen tun. Wenn es Ihre Zeit erlaubt, dann trei­ben Sie Sport, powern Sie sich aus und beloh­nen sich danach mit einer war­men Dusche oder einer Mas­sa­ge.
Bei all die­sen Ideen und Übun­gen ist es wich­tig, dass Sie sich nicht zu viel für den Tag vor­neh­men und sich dadurch selbst unter Druck set­zen. Ver­än­dern Sie Klei­nig­kei­ten und spü­ren Sie in sich hin­ein, was Ihnen gut­tut.

Vgl. Spann­bau­er, Ch. (2015): 40 Tage Acht­sam­keit. Impul­se für eine etwas ande­re Fas­ten­zeit. Her­der.