Abend der Dia­ko­nie abge­sagt

Teck­len­burg. Am 9. Sep­tem­ber hät­te der 25. Abend der Dia­ko­nie auf Haus Marck in Teck­len­burg statt­fin­den sol­len. Auf Grund der Coro­na-Kri­se kann die Jubi­lä­ums­aus­ga­be des Abends in die­sem Jahr lei­der nicht statt­fin­den. „Mit gro­ßem Bedau­ern muss­ten wir den dies­jäh­ri­gen Abend der Dia­ko­nie absa­gen“, sagt Ste­fan Zim­mer­mann, geschäfts­füh­ren­der Vor­stand des Dia­ko­ni­schen Wer­kes im Ev. Kir­chen­kreis Teck­len­burg. Die­se Ent­schei­dung sei für alle sehr scha­de, aber lei­der unter den Umstän­den nicht ver­meid­bar.

Seit nun bereits 25 Jah­ren lädt das Dia­ko­ni­sche Werk im Ev. Kir­chen­kreis Teck­len­burg ein­mal jähr­lich Gäs­te aus Dia­ko­nie, Poli­tik und Gesell­schaft ins Haus Marck ein, um sich über sozi­al­po­li­ti­sche und theo­lo­gi­sche Fra­gen aus­zu­tau­schen. So gab es in den letz­ten Jah­ren span­nen­de Vor­trä­ge und Dis­kus­sio­nen zu aktu­el­len The­men wie Armut, Flucht und Inte­gra­ti­on, demo­gra­phi­scher Wan­del oder zur Rol­le der Dia­ko­nie im Wan­del der Zeit. „Für die Vor­trä­ge konn­ten wir in den letz­ten Jah­ren eini­ge bekann­te Refe­ren­ten gewin­nen“, erzählt Zim­mer­mann. Dazu zähl­ten unter ande­rem Maria Lohei­de (sozi­al­po­li­ti­scher Vor­stand der Dia­ko­nie Deutsch­land), Chris­ti­an Hei­ne-Göt­tel­mann (Vor­stand der Dia­ko­nie RWL) oder Prof. Dr. Farif Vat­an­pa­rast (ehe­ma­li­ger Pro­fi­bo­xer und pro­mo­vier­ter Betriebs­wirt).

Auch der Ver­an­stal­tungs­ort des Abends ist geschichts­träch­tig: 1643 fan­den auf Haus Marck die Vor­ver­hand­lun­gen zum West­fä­li­schen Frie­den statt, der den Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg been­den soll­te. Zudem wur­de im März 1931 Frie­de­rich von Bodel­schwingh der Älte­re, Pas­tor, Theo­lo­ge und Grün­der der nach ihm benann­ten Bodel­schwingh­schen Anstal­ten in Bie­le­feld auf Haus Marck gebo­ren. „Wir bedau­ern die coro­nabe­ding­te Absa­ge sehr, aber auf­ge­scho­ben ist nicht auf­ge­ho­ben. Wir freu­en uns umso mehr auf den Abend der Dia­ko­nie im nächs­ten Jahr“, so Zim­mer­mann.

 

Ehren­amt: Fami­li­en­pa­ten und „well­co­me-Engel“ für Kin­der und Babys gesucht

Lengerich/Lienen/Tecklenburg/Lienen/Ladbergen/Lotte/Westerkappeln. Eine Geburt ist etwas ganz Beson­de­res. Doch der Neu­an­kömm­ling stellt Eltern auch vor unge­ahn­te Her­aus­for­de­run­gen. Unter­stüt­zung bie­ten hier die ehren­amt­li­chen Fami­li­en­pa­ten und “wellcome”-Engel, weiß The­re­sa Scholz-Hoff­mann von der Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che. Die Diplom-Sozi­al­ar­bei­te­rin arbei­tet im Bera­tungs­zen­trum der Dia­ko­nie in Len­ge­rich und koor­di­niert den Ein­satz der Ehren­amt­li­chen, ver­mit­telt sie an die Fami­li­en und beglei­tet sie.

well­co­me” und das Fami­li­en­pa­ten­pro­jekt bie­ten moder­ne Nach­bar­schafts­hil­fe für alle Eltern, die sich nach der Geburt eines Kin­des oder im Fami­li­en­all­tag Ent­las­tung wün­schen: Fehlt Unter­stüt­zung durch Fami­lie oder den Freun­des­kreis, stel­len die Ehren­amt­li­chen eine gro­ße Berei­che­rung für die Fami­lie dar. „Sie ent­las­ten indi­vi­du­ell und prak­tisch im All­tag und sor­gen so dafür, dass grö­ße­re Pro­ble­me gar nicht erst ent­ste­hen“, berich­tet Scholz-Hoff­mann. Gera­de in der Coro­na-Kri­se sei­en vie­le jun­gen Fami­li­en durch Home-Office, Kin­der­be­treu­ung und finan­zi­el­le Ein­bu­ßen wegen Kurz­ar­beit sehr belas­tet.
Bei­de Ange­bo­te des Dia­ko­ni­schen Werks im evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis unter­stüt­zen Fami­li­en im All­tag, sor­gen für Ent­las­tung und geben Sicher­heit. Bei well­co­me wer­de jun­ge Fami­li­en mit einem Kind im ers­ten Lebens­jahr betreut. Die Idee kommt aus Ham­burg. Weil aber auch Fami­li­en mit etwas älte­ren Kin­dern Unter­stüt­zung benö­ti­gen, gibt es die soge­nann­ten Fami­li­en­pa­ten. Hier wird Fami­li­en mit Kin­dern zwi­schen einem und zehn Jah­ren gehol­fen. Die ehren­amt­li­chen Fami­li­en­pa­ten und „well­co­me-Engel“ sind Ansprech­part­ner, Hel­fer und Ver­trau­ens­per­son. Sie sind tätig im Ein­zugs­ge­biet Len­ge­rich, Lie­nen, Teck­len­burg, Lad­ber­gen, Lot­te und Wes­ter­kap­peln.

Ehren­amt­ler gesucht

Für die Ehren­amt­li­chen bie­ten die Pro­jek­te eine Enga­ge­ment­mög­lich­keit, die kei­ne lan­ge Vor­be­rei­tungs­zeit erfor­dert und in die sie ihre per­sön­li­chen Erfah­run­gen ein­brin­gen kön­nen. Da die Nach­fra­ge nach den „wellcome”-Engeln und Fami­li­en­pa­ten nach wie vor hoch ist, freut sich The­re­sa Scholz-Hoff­mann über neue Ehren­amt­li­che, die Fami­li­en mit Babys und älte­ren Kin­dern unter­stüt­zen möch­ten. Wer Inter­es­se an die­ser ehren­amt­li­chen Tätig­keit hat, mel­det sich bei Koor­di­na­to­rin The­re­sa Scholz-Hoff­mann unter 05481 30542–40 oder per Mail an lengerich@wellcome-online.de.

Action­bound der Bera­tungs­stel­le Sucht in Len­ge­rich

Eine Fit­ness-Ral­lye im Bocke­tal mit Wis­sen­scheck zu Alko­hol und Niko­tin

Tecklenburg/Lengerich. Die Bera­tungs­stel­le Sucht des Dia­ko­ni­sches Wer­kes Teck­len­burg hat einen Action­bound erstellt, um Kin­dern und Jugend­li­chen auch wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie sucht­prä­ven­ti­ve Ange­bo­te zu ermög­li­chen. „Seit dem Lock­down sind alle schu­li­schen Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men aus­ge­fal­len. Wir hal­ten die Sucht­prä­ven­ti­on auch zum jet­zi­gen Zeit­punkt für sehr wich­tig und haben uns Gedan­ken um alter­na­ti­ve Ange­bo­te gemacht“, berich­tet Katha­ri­na Jasper-Stein­ke von der Bera­tungs­stel­le Sucht. Mit dem Action­bound gibt es nun ein inter­ak­ti­ves Ange­bot für Jugend­li­che. Start und Ziel ist der Trimm-Dich-Pfad in Teck­len­burg-Broch­ter­beck, der am Wan­der­park­platz “Im Bocke­tal“ beginnt. Mit der Action­bound-App kön­nen span­nen­de, lus­ti­ge und lehr­rei­che Ral­lyes gespielt wer­den. Nach­dem die kos­ten­lo­se App her­un­ter­ge­la­den ist, kann es los­ge­hen. Der Action­bound wird in der Grup­pe gespielt, so eig­net er sich beson­ders für Fami­li­en oder Jugend­grup­pen.

Neben Übun­gen aus dem Trimm-Dich-Pfad, bei denen zwei zufäl­lig aus­ge­wähl­te Teil­neh­men­de gegen­ein­an­der spie­len, gibt es Quiz­fra­gen zu den The­men Alko­hol und Tabak. Das Wis­sen zu den Sub­stan­zen wird dabei spie­le­risch ver­mit­telt. „Mit dem Action­bound möch­ten wir ein span­nen­des Ange­bot für Jugend­li­che bereit­hal­ten. Bei den Fit­ness­übun­gen kön­nen sich die Jugend­li­chen aus­powern und neue Her­aus­for­de­run­gen anneh­men. Gleich­zei­tig erle­ben die Teil­neh­men­den aktiv die Natur und kön­nen alter­na­ti­ve Erfah­run­gen zum gewohn­ten All­tag machen“, erläu­tern Inga Fuhr­mann und Katha­ri­na Jasper-Stein­ke. Die kos­ten­lo­se Action­bound-App kann im App-Store oder im Google.Play-Store her­un­ter­ge­la­den wer­den. Der Action­bound der Bera­tungs­stel­le ist über die Such­funk­ti­on unter dem Titel „Fit­ness und Wis­sen­scheck im Bocke­tal“ zu fin­den. Wei­te­re Infos zur Bera­tungs­stel­le Sucht gibt es hier.

Drei Fra­gen an Jen­ny Diek, Frei­wil­li­gen­dienst­leis­ten­de in der Dia­ko­nie-Tages­pfle­ge in Ibben­bü­ren

Jen­ny Diek hat sich für einen Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst bei der Dia­ko­nie ent­schie­den. Sechs Mona­te lang über­nahm sie in der Tages­pfle­ge Ibben­bü­ren eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be und unter­stütz­te älte­re und hil­fe­be­dürf­ti­ge Men­schen.

Jen­ny, wie hat Dir Dei­ne Arbeit in der Tages­pfle­ge gefal­len?

Jen­ny Diek: Wäh­rend mei­nes 6‑monatigen Frei­wil­li­gen­diens­tes habe ich die Tages­pfle­ge als einen attrak­ti­ven Arbeits­platz ken­nen­ge­lernt. Die Kol­le­gen und die Tages­gäs­te waren von Anfang an sehr dank­bar für mei­ne unter­stüt­zen­de Hil­fe. Alle waren total freund­lich und haben mich gedul­dig ange­lei­tet. Auch wenn ich mir am Anfang nicht immer alle Namen auf Anhieb mer­ken konn­te. Mit den Wochen und Mona­ten habe ich dann die ein­zel­nen Tätig­kei­ten und den Ablauf in der Tages­pfle­ge immer bes­ser ken­nen­ge­lernt. Schnell wur­de mir klar, dass trotz des glei­chen Tages­ab­laufs kein Tag wie der ande­re ist. Ein gutes Gleich­ge­wicht zwi­schen Abwechs­lung und Rou­ti­ne.

Was hat Dich in die­ser Zeit beson­ders berei­chert?

Jen­ny Diek: Die Tages­gäs­te! Es war schön, die Tages­gäs­te nach und nach bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Mit der Zeit konn­te ich zu jedem Ein­zel­nen ein ange­neh­mes und locke­res Ver­hält­nis auf­bau­en. Wir haben viel zusam­men gelacht, gescherzt, gebas­telt und erzählt. Für mich per­sön­lich war es sehr inter­es­sant und wich­tig, auch die Erfah­run­gen und Erleb­nis­se einer ande­ren Genera­ti­on haut­nah erle­ben zu kön­nen.

Wie wur­dest Du im Team auf­ge­nom­men?

Jen­ny Diek: Die Zusam­men­ar­beit mit mei­nen Kol­le­gin­nen war sehr freund­lich, ent­spannt und per­sön­lich. Mit der Zeit wur­de ich immer mehr geför­dert und gefor­dert – mit dem Ziel, auch neue Auf­ga­ben zu über­neh­men. Dazu gehör­te zum Bei­spiel die selbst­stän­di­ge Durch­füh­rung der Zeitung‑, Bewe­gungs- oder Gesprächs­run­den. Unter den Kol­le­gin­nen haben wir uns aber nicht nur über beruf­li­che The­men aus­ge­tauscht, son­dern auch über pri­va­te Inter­es­sen. Beson­ders Spaß gemacht hat mir die Arbeit mit den gleich­alt­ri­gen Prak­ti­kan­ten und Azu­bis. Wir haben vie­le Gesprä­che geführt, gelacht und uns super ver­stan­den. Vie­le Gäs­te konn­ten wir so auch aus ihrer „Kom­fort­zo­ne“ locken und sie anre­gen, sich in locke­rer Atmo­sphä­re an den Gesprä­chen zu betei­li­gen.

Wenn Du noch­mal die Wahl hät­test, wür­dest Du Dich wie­der für einen Frei­wil­li­gen­dienst ent­schei­den?

Jen­ny Diek: Auf jeden Fall! Mein Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst wird mir immer in guter Erin­ne­rung blei­ben. Ich den­ke zurück an freu­di­ge und schö­ne Momen­te mit ganz beson­de­ren Men­schen, die ich sonst nicht ken­nen­ge­lernt hät­te.

Infos und Kon­takt zur Tages­pfle­ge Ibben­bü­ren: Tele­fo­nisch unter 05451 94910 oder per Mail an tagespflege-ibbenbueren@dw-te.de.

Frau­en­be­ra­tungs­stel­le auch in der Feri­en- und Urlaubs­zeit für hil­fe­su­chen­de Frau­en wei­ter­hin erreich­bar

Gewalt macht kei­ne Pau­se

Kreis Stein­furt. Die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le, die schwer­punkt­mä­ßig zu dem The­ma häus­li­che Gewalt arbei­tet, ist unter der Tele­fon­num­mer 05971–8007370 immer diens­tags und mitt­wochs von 10 bis 12 Uhr sowie don­ners­tags von 14 bis 16 Uhr tele­fo­nisch erreich­bar. Die Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt ist unter der Num­mer 05971–8009292 zu errei­chen. Das Ange­bot ist kos­ten­frei, Frau­en kön­nen sich auch anonym an die Bera­tungs­stel­le wen­den. Wei­te­re Infos auf www.dw-te.de.

HIP-HOP-WORK­SHOP für Kids in Lot­te

Ihr erstellt einen Rap zum The­ma Sucht für 3 Stro­phen und einem Cho­rus. Anschlie­ßend wer­den die Tex­te auf Beats und Instru­men­tal­ein­spie­lung abge­stimmt bis alles exakt passt. Als Refe­rent konn­ten wir Nicho­las Mül­ler (ehe­mals Sän­ger bei Jupi­ter Jones) gewin­nen.

Geför­dert wird das Pro­jekt durch die Gin­ko-Stif­tung für Sucht­prä­ven­ti­on.

Anmel­dung bei: Anmel­de­bo­gen aus­fül­len und per E‑Mail oder Brief dem Jugend­treff Ban­sen zukom­men las­sen.

| Ursu­la Tschau­der / Bian­ca Feist | 05404–5778 | bansen@lotte.de | Honebur­ger Weg 2a in Lot­te
Jugend­treff Ban­sen | ab 13 Jah­re | kos­ten­frei | Eine Koope­ra­ti­on des Jugend­treff Ban­sen und der Sucht­prä­ven­ti­on des Dia­ko­ni­schen Wer­kes