Frau­en­be­ra­tungs­stel­le der Dia­ko­nie bie­tet Unter­stüt­zung und Bera­tung via Tele­fon und Mail

Häus­li­che Gewalt droht durch Coro­na-Kri­se zu stei­gen

Rhei­ne. Die Maß­nah­men zur Bekämp­fung des Coro­na-Virus in Deutsch­land füh­ren zu erheb­li­chen fami­liä­ren Belas­tun­gen. Vie­le Men­schen sind im Home­of­fice oder kön­nen der­zeit nicht arbei­ten. Kin­der müs­sen zu Hau­se betreut wer­den und der gesam­te Haus­halt muss unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen orga­ni­siert wer­den. Zuneh­men­de fami­liä­re Kon­flik­te sind zu erwar­ten.

Unse­re Erfah­run­gen zei­gen, dass es an Fei­er­ta­gen und in Feri­en­zei­ten ver­stärkt zu Kon­flik­ten bis hin zu eska­lie­ren­den Situa­tio­nen kom­men kann“, weiß Manue­la Klei­ne von der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le des Dia­ko­ni­schen Werks. Aktu­el­le Berich­te aus Chi­na und Ita­li­en wäh­rend der Coro­na-Kri­se, so Klei­ne, bestä­tig­ten einen erheb­li­chen Anstieg an Fäl­len von häus­li­cher Gewalt und Hil­fe­an­fra­gen.

Frau­en, die von kör­per­li­cher, psy­chi­scher, öko­no­mi­scher, sexua­li­sier­ter und sozia­ler Gewalt betrof­fen sind, fin­den Hil­fe und Unter­stüt­zung bei der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le und der Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt in Rhei­ne. „Auch, wenn unse­re Bera­tungs­stel­len auf­grund der ange­ord­ne­ten Kon­takt­ein­schrän­kun­gen für den Publi­kums­ver­kehr geschlos­sen blei­ben müs­sen, ste­hen wir betrof­fe­nen Frau­en tele­fo­nisch und per Mail zur Ver­fü­gung“, erklärt Manue­la Klei­ne.

Erreich­bar ist die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le tele­fo­nisch unter 05971 8007370 oder per Mail an frauenberatungsstelle@dw-te.de. Offe­ne Sprech­zei­ten wer­den diens­tags und mitt­wochs von 10 bis 12 Uhr und don­ners­tags von 14 bis 16 Uhr ange­bo­ten. Indi­vi­du­el­le Tele­fon­ter­mi­ne kön­nen selbst­ver­ständ­lich eben­falls ver­ein­bart wer­den.

Manue­la Klei­ne und ihre Kol­le­gin­nen wei­sen gera­de in der jet­zi­gen Zeit dar­auf hin, auf­merk­sam zu sein. Auch als Nach­bar, als Freun­de oder Bekann­te. Hil­fe und tele­fo­ni­sche Bera­tung bie­tet auch das bun­des­wei­te Hil­fe­te­le­fon “Gewalt gegen Frau­en” rund um die Uhr kos­ten­los unter 08000 116016 in vie­len ver­schie­de­nen Spra­chen an.

Hil­fe für Eltern in der Coro­na-Zeit: Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che weist auf “Not­fall-KiZ” hin

Die Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che weist auf den “Not­fall-KiZ” hin: Um Eltern und ihre Kin­der in der Coro­na-Zeit zu unter­stüt­zen, hat das Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um den Not­fall-KiZ gestar­tet. Berech­nungs­grund­la­ge für den Not­fall-KiZ ist der letz­te Monat vor der Antrags­stel­lung. Pro Kind kann das monat­lich bis zu 185 Euro aus­ma­chen.

Wei­te­re Infos fin­den Sie hier und hier.

Bera­tungs­stel­le Sucht: Infos für Drogengebraucher*innen in der Coro­na-Kri­se

Coro­na: Infor­ma­tio­nen für Drogengebraucher*innen

Vie­le Dro­gen­ge­brau­chen­de gehö­ren auf­grund von Beglei­ter­kran­kun­gen und der meist geschwäch­ten kör­per­li­chen Kon­sti­tu­ti­on zu den beson­ders durch das Coro­na­vi­rus Gefähr­de­ten. Gene­rell gel­ten für Dro­gen­ge­brau­chen­de und Sub­sti­tu­ier­te die glei­chen Ver­hal­tens­re­geln, wie sie auch für alle ande­ren emp­foh­len wer­den:

  • Mög­lichst Men­schen­an­samm­lun­gen mei­den, Abstand von 1,5m ein­hal­ten.
  • Häu­fig und gründ­lich die Hän­de waschen!
  • Hän­de des­in­fi­zie­ren, wenn kei­ne Gele­gen­heit zum Hän­de waschen besteht
  • In die Arm­beu­ge nie­sen und hus­ten

Beson­de­re Hin­wei­se für Dro­gen­ge­brau­chen­de

Das Coro­na­vi­rus ist im Gegen­satz zu HIV und Hepa­ti­tis sehr ein­fach über Spei­chel über­trag­bar. Die­se Über­tra­gung kann erfol­gen, wenn Virus hal­ti­ge Tröpf chen oder Spei­chel an die Schleim­häu­te der Atem­we­ge gelan­gen. Daher soll­tet ihr beim Kon­sum die Safer Use Regeln beach­ten. Dies bedeu­tet, nutzt nur eure eige­nen Kon­su­mu­ten­si­li­en und gebt benutz­te Uten­si­li­en nicht an ande­re wei­ter!

  • Soll­tet ihr Sub­stan­zen kau­fen, die vor­her im Mund trans­por­tiert wur­den, wascht euch gründ­lich die Hän­de und trans­por­tiert die Kugeln kei­nes­falls in eurem Mund.
  • Ver­mei­det unbe­dingt das Tei­len und die Wei­ter­ga­be von Crack­pfei­fen, Bongs, Joints und Snie­f­röhr­chen. Bit­te kei­ne Kip­pen sam­meln, denn Coro­na ist über Spei­chel sehr ein­fach über­trag­bar!
  • Dies deu­tet auch, dass ihr aktu­ell kei­nes­falls aus einer Fla­sche bzw. aus einem Glas/Becher trin­ken soll­tet.
  • Vie­le Ein­rich­tun­gen haben Men­gen­be­gren­zun­gen bei Kon­su­mu­ten­si­li­en auf­ge­ho­ben. Legt euch klei­ne Vor­rä­te an. So müsst ihr nicht täg­lich eure Dro­gen­hil­fe auf­su­chen.
  • Ver­mei­det aber „Hams­tern“! Auch ande­re Drogengebraucher*innen benö­ti­gen Kon­su­mu­ten­si­li­en, um sich wei­ter­hin zu schüt­zen.
  • Aktu­ell lau­fen vie­le Ein­rich­tun­gen im Not­be­trieb. Dies bedeu­tet in Kon­sum­räu­men gerin­ge­re Platz­ka­pa­zi­tä­ten. Stellt euch dar­auf ein, dass nicht das gesam­te Ange­bot ver­füg­bar ist.
  • Soll­tet ihr hier­durch ver­stärkt im öffent­li­chen oder pri­va­ten Raum kon­su­mie­ren, infor­miert euch bei eurer Drobs, wel­che Ärzt*innen Nalo­xon ver­schrei­ben.
  • Es sind kaum Leu­te unter­wegs und Geschäf­te geschlos­sen. Soll­tet ihr Pro­ble­me haben, das Geld für euren Kon­sum zu bekom­men, wen­det euch an eure Dro­gen­hil­fe oder einen euch bekann­ten Sub­sti­tu­ti­ons­arzt und fragt nach einer Not­fall­sub­sti­tu­ti­on!
  • Ach­tet ver­stärkt auf Dro­gen gebrau­chen­de Freund*innen und Bekann­te in eurem Umfeld. Ruft sie an und erkun­digt euch, ob alles OK ist.

www.jes-bundesverband.de
www.aidshilfe.de
www.jesnrw.de
www.akzept.eu

Aktu­el­le Infos aus dem Dia­ko­ni­schen Werk

➡️Was auch pas­siert: Wir sind mit Bera­tung wei­ter­hin für Sie da. Auch wenn unse­re Bera­tungs­stel­len auf­grund der ange­ord­ne­ten Kon­takt­ein­schrän­kun­gen für den Publi­kums­ver­kehr geschlos­sen blei­ben müs­sen, ste­hen Ihnen unse­re Ansprech­part­ner tele­fo­nisch und per Mail zur Ver­fü­gung. Hier fin­den Sie Infos über die aktu­el­le Lage und die für Sie rich­ti­gen Ansprech­part­ner: https://www.dw-te.de/…/coronavirus-aktuelle-informationen-…/

➡️Ambu­lan­te Pfle­ge, Haus­wirt­schaft und Betreu­ung: Die Teams unse­rer Dia­ko­nie­sta­tio­nen sind für Sie wei­ter­hin im Ein­satz. Mel­den Sie sich gern, wenn Sie für sich oder Ihre Ange­hö­ri­gen Unter­stüt­zung benö­ti­gen. Wei­te­re Infos fin­den Sie hier: https://www.dw-te.de/wor…/unsere-angebote/diakoniestationen/

➡️Unse­re Haupt­ver­wal­tung in Teck­len­burg bleibt wei­ter erreich­bar, auch wenn der­zeit eini­ge Mit­ar­bei­ter im Home-Office arbei­ten. Hier fin­den Sie alle Ansprech­part­ner: https://www.dw-te.de/wordpress/ueber-uns‑2/ueber-uns/

Die Coro­na­kri­se in Fami­li­en: Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che tele­fo­nisch erreich­bar

Len­ge­rich. „Ich wiiiiilllll aber zu mei­nem Freund!“ oder „Papa, frisst Coro­na auch mein Kuschel­tier?“ So oder so ähn­lich mögen Gesprä­che in Fami­li­en der­zeit klin­gen. Viel­fach herrscht Unsi­cher­heit in die­ser für alle neu­en Situa­ti­on. Eltern ste­hen vor neu­en Her­aus­for­de­run­gen, die Coro­na-Pan­de­mie stellt für Fami­li­en vie­les auf den Kopf und auch Kin­der haben Fra­gen und Ängs­te.

Kita geschlos­sen, Schu­le geschlos­sen, Spiel­plät­ze mei­den, Bolz­plät­ze mei­den, mög­lichst nicht ver­ab­re­den. Kon­flik­te schlich­ten, Fra­gen beant­wor­ten, Betreu­ung orga­ni­sie­ren, Job und Fami­lie unter einen Hut krie­gen und am bes­ten gute Lau­ne behal­ten. Wie gelingt das? Es kann sehr unter­schied­lich sein, was Fami­li­en in die­ser Situa­ti­on als hilf­reich emp­fin­den: Man­che set­zen auf eine neue, aber kla­re Tages­struk­tur, ande­re suchen sich Beschäf­ti­gung in der Woh­nung, dem Haus oder Gar­ten und wie­der ande­re haben das Bedürf­nis, sich tele­fo­nisch mit der Freun­din aus­zu­tau­schen.

Gut, dass es die Bera­tungs­stel­len für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che in Len­ge­rich gibt! Die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen sind bei Fra­gen und Anlie­gen aktu­ell tele­fo­nisch zu errei­chen und bie­ten auch tele­fo­ni­sche Bera­tun­gen an: 05481 30542–40.

Zum Welt­glücks­tag am 20. März: Die Glücks­werk­statt in Len­ge­rich

Coro­na­vi­rus, Kli­ma­wan­del, Leis­tungs­druck in der Schu­le – Kin­der und Jugend­li­che machen sich vie­le Sor­gen. Doch glück­li­che und unbe­schwer­te Momen­te sind wich­tig, um die Kri­sen des Lebens bewäl­ti­gen zu kön­nen. Jan­na Tram­bacz und Julia Strauß haben des­halb eine Glücks­werk­statt für Kin­der und Jugend­li­che im Bera­tungs­zen­trum der Dia­ko­nie in Len­ge­rich gegrün­det.

Mit einem brei­ten Grin­sen zieht Ben­ja­min einen Kaukno­chen aus sei­nem gel­ben Turn­beu­tel. “Der ist für mei­nen Hund. Ich füt­te­re ihn ger­ne und spie­le immer mit ihm. Wir haben fünf Haus­tie­re zu Hau­se”, berich­tet der 11-Jäh­ri­ge stolz. “Und, was hast Du noch in dei­nem Glücks­beu­tel?”, fra­gen die ande­ren ihn neu­gie­rig. Ben­ja­min kramt in sei­nem Beu­tel und fischt schließ­lich ein Kino­ti­cket her­aus. “Das ist von Juman­ji, wir waren am Sonn­tag näm­lich im Kino. Ein rich­tig coo­ler Film!” Alle stau­nen und Ben­ja­min strahlt bis über bei­de Ohren, weil die ande­ren ihm so gebannt zuge­hört haben. Aber jetzt ist der nächs­te dran. Micha­el hat Hus­ten­bon­bons und sei­ne Kopf­hö­rer dabei: “Weil ich in der letz­ten Woche ein biss­chen krank war und des­halb viel Musik gehört habe.”

Das Ritu­al mit dem gel­ben Glücks­beu­tel wie­der­ho­len Micha­el und Ben­ja­min jede Woche. Zusam­men mit vier ande­ren Kin­dern und Jugend­li­chen machen die bei­den näm­lich bei der Glücks­werk­statt im Bera­tungs­zen­trum der Dia­ko­nie in Len­ge­rich mit. Und der Name “#glücks­werk­statt” ist hier Pro­gramm. “Wir wol­len in der Grup­pe gemein­sam her­aus­fin­den, was uns glück­lich macht und wie wir unser Glück selbst gestal­ten kön­nen”, erklärt Grup­pen­lei­te­rin Julia Strauß.

Auf Posi­ti­ves fokus­sie­ren
Zum Ein­stieg in die Tref­fen nut­zen sie und ihre Kol­le­gin Jan­na Tram­bacz ger­ne den gel­ben Glücks­beu­tel. “Das ist qua­si eine posi­ti­ve-Gedan­ken-Samm­lung. Die Kin­der sol­len sich über­le­gen, was ihnen im All­tag Spaß berei­tet hat – was sie glück­lich gemacht hat”, erläu­tert die Sozi­al­päd­ago­gin. “Gegen­stän­de, die sym­bo­lisch dafür ste­hen, sol­len sie dann in ihren Turn­beu­tel legen. Und am Ende der Woche kommt da ganz schön was zusam­men”, fügt sie lächelnd hin­zu.

Die Idee zur Glücks­werk­statt kam den bei­den, als sie hör­ten, dass es “Glück” an eini­gen Schu­len in Deutsch­land sogar schon als Unter­richts­fach gibt. Kann man denn Glück ler­nen? “Ein Stück weit ja”, fin­det Jan­na Tram­bacz. “Wir haben in unse­rer Gesell­schaft eine star­ke Defi­zit-Ori­en­tie­rung. Dem soll­ten wir begeg­nen, indem wir uns mehr auf Posi­ti­ves fokus­sie­ren.” Auch in der Schu­le sei der Druck bereits hoch — durch sozia­le Medi­en, Leis­tungs­druck und kul­tu­rel­le Aus­ein­an­der­set­zun­gen. “Es ist heu­te ein­fach nicht leicht, ein Teen­ager zu sein”, sind sich die bei­den Grup­pen­lei­te­rin­nen einig.

Von ande­ren ler­nen
Des­halb haben sie die Glücks­werk­statt ins Leben geru­fen. Ein­mal wöchent­lich tref­fen sie sich mit den Kin­dern und Jugend­li­chen für andert­halb Stun­den und beschäf­ti­gen sich mit Glück. Die Zusam­men­set­zung der Grup­pe ist gemischt, alle Schul­for­men sind dabei. Die Teil­neh­mer sind zwi­schen elf und 14 Jah­re alt. “In der Grup­pe unter­stüt­zen wir die Kin­der und Jugend­li­chen indi­vi­du­ell und in einem geschütz­ten Rah­men”, sagt Julia Strauß. Gemein­sam ler­nen sie zum Bei­spiel mit guten und weni­ger guten Gefüh­len umzu­ge­hen. Oder wie man fair strei­tet und muti­ger wird. “In einer ver­trau­ens­vol­len Atmo­sphä­re erfah­ren die Kids Auf­merk­sam­keit und Ver­ständ­nis. Und vor allem ler­nen sie von ande­ren, denen es ähn­lich geht”, ergänzt Jan­na Tram­bacz.

Bedürf­nis nach Gemein­schaft
Das Ange­bot wird gut ange­nom­men. “Weil der Bedarf da ist”, sind sich die bei­den Lei­te­rin­nen sicher. Dabei kämen die Jugend­li­chen auch nicht nur aus Len­ge­rich, son­dern aus dem gesam­ten Ein­zugs­ge­biet der Bera­tungs­stel­le. Also aus Lad­ber­gen, Lie­nen, Lot­te, Wes­ter­kap­peln und Teck­len­burg. “Man merkt, dass sich die Jugend­li­chen ger­ne unter­ein­an­der aus­tau­schen. Da ist bei allen Teil­neh­mern ein gro­ßes Bedürf­nis nach Gemein­schaft.”

Das sei aber nicht von Anfang an so gewe­sen, erin­nert sich Julia Strauß. “In der ers­ten Stun­de waren alle noch skep­tisch und mein­ten, sie hät­ten etwas Bes­se­res zu tun.” Die typi­sche Null-Bock-Men­ta­li­tät. “Wir sind dann spie­le­risch ein­ge­stie­gen und haben uns erst­mal ken­nen­ge­lernt und ers­te Hem­mun­gen abge­baut.” Bei einer Übung zur Selbst­wert­stär­kung sei­en dann alle auf­ge­taut. “Jeder soll­te sei­ne eige­nen Stär­ken und posi­ti­ven Eigen­schaf­ten auf Post-Its schrei­ben und sich die Zet­tel aufs Bein kle­ben.” Begrif­fe wie “Humor”, “guter Freund” und “Fuß­ball spie­len” konn­te man dann zum Bei­spiel auf der Jeans lesen.

Glück kon­tra Stress
Schnell wur­de Julia Strauß und Jan­na Tram­bacz klar, dass Glück ein gro­ßes The­men­feld mit sich bringt. “Wir haben gemerkt, dass wir nur Akzen­te set­zen kön­nen und haben dann geschaut, was die Grup­pe braucht.” So hät­ten eini­ge der Jugend­li­chen Schwie­rig­kei­ten beim Ler­nen – ent­we­der, weil sie unter- oder weil sie über­for­dert sind. Man­che hät­ten ande­re sozia­le Pro­ble­me oder Kon­flik­te mit Mit­schü­lern. “Sie emp­fin­den Stress.”

Julia Strauß möch­te den Jugend­li­chen klar­ma­chen, dass Glück beein­fluss­bar und eine Hal­tung ist. “Nicht umsonst heißt es, jeder ist sei­nes Glü­ckes Schmied”, bringt es Jan­na Tram­bacz auf den Punkt. Glück wird also sehr sub­jek­tiv emp­fun­den. Für Ben­ja­min sind es zum Bei­spiel sei­ne Haus­tie­re und für Micha­el ist es das Musik­hö­ren. Und für die ande­ren Jugend­li­chen? Da muss Karl nicht lan­ge über­le­gen. “Na, zum Bespiel rich­tig vie­le Punk­te bei Fort­ni­te zu bekom­men.” Gut, dass auch sei­ne Nin­ten­do Switch in den gel­ben Glücks­beu­tel passt.

Die #glücks­werk­statt ist ein Ange­bot der Bera­tungs­stel­le für Eltern, Kin­der und Jugend­li­che des Dia­ko­ni­schen Werks im Evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis Teck­len­burg in Len­ge­rich. Auf­grund der Coro­na­kri­se muss die #glücks­werk­statt momen­tan lei­der zwangs­pau­sie­ren. Das Ange­bot soll aber auf jeden Fall in Zukunft fort­ge­setzt wer­den. Ger­ne möch­te Julia Strauß auch eine Grup­pe für jün­ge­re Kin­der ins Leben rufen. Infos und Kon­takt: Tele­fo­nisch unter 05481 3054240, per Mail an erziehungsberatung@dw-te.de oder auf www.dw-te.de.