Zum Tag des Ehren­amts am 5. Dezem­ber — Viel­falt im Ehren­amt: Es braucht fle­xi­ble und nied­rig­schwel­li­ge Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten für alle

Len­ge­rich. Das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment in Deutsch­land ist laut einer Stu­die des DIW in den letz­ten Jah­ren deut­lich gestie­gen, sowohl bei Rent­ne­rin­nen und Rent­nern als auch bei jun­gen Menschen.1 Viel­fäl­tig sind auch die Ehren­amt­li­chen, die sich bei well­co­me enga­gie­ren: Das Enga­ge­ment für Fami­li­en nach der Geburt passt zu vie­len Lebens­pha­sen. Neue Enga­gier­te wer­den in Len­ge­rich drin­gend gesucht.

well­co­me ist moder­ne Nach­bar­schafts­hil­fe für alle Eltern, die sich nach der Geburt eines Babys Ent­las­tung wün­schen: Fehlt Unter­stüt­zung durch Fami­lie oder den Freun­des­kreis, sprin­gen die Ehren­amt­li­chen von well­co­me ein. Sie ent­las­ten indi­vi­du­ell und prak­tisch im All­tag und sor­gen so dafür, dass manch grö­ße­re Kri­se gar nicht erst ent­steht. Für die Ehren­amt­li­chen bie­tet well­co­me damit eine unmit­tel­ba­re Enga­ge­ment­mög­lich­keit, die kei­ne lan­ge Vor­be­rei­tungs­zeit erfor­dert und in die sie ihre per­sön­li­chen Erfah­run­gen ein­brin­gen kön­nen.

Enga­giert – aber zeit­lich fle­xi­bel

Für die Ehren­amt­li­chen ist die Auf­ga­be zwar inten­siv aber zeit­lich begrenzt: Ein Ein­satz dau­ert in der Regel etwa drei Mona­te, danach kön­nen sie ent­schei­den, ob sie gleich den nächs­ten Ein­satz star­ten oder erst ein­mal pau­sie­ren. So lässt sich das Ehren­amt gut mit unter­schied­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen ver­ein­ba­ren. Sich bei well­co­me zu enga­gie­ren, ist alters- und bil­dungs­stand­über­grei­fend: Es fin­den sich Enga­gier­te mit allen Bil­dungs­ab­schlüs­sen; 37 % der Ehren­amt­li­chen sind berufs­tä­tig, 30 % in Ren­te; die Alters­span­ne reicht von 22 bis 78 Jahren.2

Ehren­amt­li­che wer­den fach­lich beglei­tet

In den Fami­li­en erle­ben die Ehren­amt­li­chen gro­ße Freu­de und Dank­bar­keit für Ihre All­tags­un­ter­stüt­zung“, weiß The­re­sa Scholz-Hoff­mann vom Bera­tungs­zen­trum der Dia­ko­nie in Len­ge­rich. Die Diplom-Sozi­al­ar­bei­te­rin koor­di­niert den Ein­satz der Ehren­amt­li­chen vor Ort, ver­mit­telt sie zu den Fami­li­en und beglei­tet deren Tätig­keit. Als erfah­re­nen Fach­kraft steht sie den Ehren­amt­li­chen und auch den Fami­li­en für alle fach­li­chen Fra­gen zur Ver­fü­gung. Sie trifft sich mit den Ehren­amt­li­chen regel­mä­ßig zum Aus­tausch und zur Fort­bil­dung. The­re­sa Scholz-Hoff­mann: „Die well­co­me-Ehren­amt­li­chen kön­nen den Fami­li­en schnell und kon­kret hel­fen. Häu­fig kommt es gar nicht erst zu grö­ße­ren Pro­ble­men, wenn Eltern früh­zei­tig ent­las­tet wer­den.“

Nach­fra­ge wächst: well­co­me in Len­ge­rich sucht neue Ehren­amt­li­che

Seit 5 Jah­ren bie­tet das Dia­ko­ni­sche Werk im Evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis Teck­len­burg „well­co­me – Prak­ti­sche Hil­fe nach der Geburt“ an. Die Nach­fra­ge wächst ste­tig. Damit der Bedarf gedeckt wer­den kann, freut sich Koor­di­na­to­rin The­re­sa Scholz-Hoff­mann über neue Ehren­amt­li­che.

Kon­takt: The­re­sa Scholz-Hoff­mann, Koor­di­na­to­rin well­co­me und Fami­li­en­pa­ten im Bera­tungs­zen­trum der Dia­ko­nie, Tele­fon: 05481 30542–40, Mail: lengerich@wellcome-online.de.

1 https://www.diw.de/de/diw_01.c.683617.de/ehrenamtliches_engagement_i…land_deutlich_gestiegen.html
2 https://www.wellcome-online.de/ueber-uns/presse/downloads/wellcome_Evaluation_Summary_2016.pdf

Über well­co­me

• Well­co­me wur­de 2002 in Ham­burg gegrün­det
• Kern­an­ge­bot der well­co­me gGmbH ist „well­co­me – Prak­ti­sche Hil­fe nach der Geburt“ – eine Unter­stüt­zung durch Ehren­amt­li­che für alle Fami­li­en im ers­ten Jahr nach der Geburt
• Das Ange­bot gibt es an rund 230 Stand­or­ten in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz
• Ca. 4.000 well­co­me-Ehren­amt­li­che waren bun­des­weit im Jahr 20178 aktiv
• Schirm­her­rin ist Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel

well­co­me-Koor­di­na­to­rin The­re­sa Scholz-Hoff­mann freut sich über neue Ehren­amt­li­che in Len­ge­rich, da die Nach­fra­ge ste­tig wächst.

Prak­ti­sche Hil­fe nach der Geburt: Die well­co­me-Ehren­amt­li­chen ent­las­ten die frisch­ge­ba­cke­nen Eltern, sind Gesprächs­part­ner und unter­stüt­zen zum Bei­spiel bei der Orga­ni­sa­ti­on des All­tags.

Dia­ko­nie­sta­ti­on Len­ge­rich ist Weg­be­rei­ter 2020–2021

Ver­lei­hung des Ler­nen-för­dern-Sie­gels in Ibben­bü­ren

Lengerich/Ibbenbüren. 101 Unter­neh­men aus dem Kreis Stein­furt sind jetzt mit dem Sie­gel „Weg­be­rei­ter 2020–2021“ im Hotel Leu­ger­mann in Ibben­bü­ren aus­ge­zeich­net wor­den. Einer der „Weg­be­rei­ter“ ist die Dia­ko­nie­sta­ti­on in Len­ge­rich.

Pfle­ge­dienst­lei­te­rin Dag­mar Schwer­mann und Dia­ko­nie-Vor­stand Ste­fan Zim­mer­mann nah­men das Sie­gel von Schirm­herr und Land­rat Dr. Klaus Effing ent­ge­gen. „Wir freu­en uns rie­sig über das Weg­be­rei­ter-Sie­gel und sind stolz, auch zukünf­tig sozia­le Ver­ant­wor­tung für die Gesell­schaft und für Men­schen mit beson­de­rem För­der­be­darf zu über­neh­men“, so Zim­mer­mann.

Die Aus­zeich­nung wur­de bereits zum zwei­ten Mal vom Ler­nen för­dern e.V. Kreis­ver­band Stein­furt an Betrie­be ver­ge­ben, die min­des­tens einen Men­schen mit beson­de­rem Unter­stüt­zungs­be­darf in ein sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ges Aus­bil­dung- oder Arbeits­ver­hält­nis über­nom­men haben und das min­des­tens sechs Mona­te Bestand hat­te.

Wei­te­re Infos und Kon­takt zur Dia­ko­nie­sta­ti­on in Len­ge­rich: Tele­fo­nisch unter 05481 2110 oder per Mail an ds-lengerich@dw-te.de.

Freu­en sich gemein­sam über das Weg­be­rei­ter-Sie­gel: (vlnr) Rei­ner Zwil­ling (Agen­tur für Arbeit Rhei­ne), Dag­mar Schwer­mann (Lei­te­rin Dia­ko­nie­sta­ti­on), Bern­hard Jäsch­ke (Geschäfts­füh­rer des Ler­nen för­dern e.V. Kreis­ver­band Stein­furt), Ste­fan Zim­mer­mann (Dia­ko­nie-Vor­stand), Lud­ger Lünen­borg (stv. Geschäfts­füh­rer des Ler­nen för­dern e.V. Kreis­ver­band Stein­furt) und Schirm­herr Land­rat Dr. Klaus Effing.

Inter­na­tio­na­ler Akti­ons­tag “NEIN zu Gewalt an Frau­en” am 25.11.: Frau­en­be­ra­tungs­stel­le betei­ligt sich an welt­wei­ter Fah­nen­ak­ti­on

Betei­li­gen sich am welt­wei­ten Akti­ons­tag: Die Mit­ar­bei­te­rin­nen der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le Manue­la Klei­ne, Ste­fa­nie von Weyhro­ther, Agnes Denk­ler und Ria Mes­ter (v.l.n.r.).

Rheine/Kreis Stein­furt. Die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le des Dia­ko­ni­schen Wer­kes wird gemein­sam mit einem welt­wei­ten Pro­test­netz­werk aus Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten, Frau­en­ver­bän­den, kirch­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen, Gewerk­schaf­ten, Minis­te­ri­en, Par­tei­en und vie­len enga­gier­ten Ein­zel­per­so­nen sowie TERRE DES FEMMES am 25. Novem­ber, dem Inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag „NEIN zu Gewalt an Frau­en“, zum 19. Mal ein Zei­chen gegen Gewalt an Mäd­chen und Frau­en set­zen.

Allein in Deutsch­land haben bereits 25 Pro­zent der Frau­en kör­per­li­che oder sexu­el­le Gewalt oder bei­des durch ihre Part­ner erlebt. Kaum ein Ver­bre­chen in Deutsch­land wird so sel­ten bestraft wie eine Ver­ge­wal­ti­gung – obwohl es eine der häu­figs­ten For­men von Gewalt an Frau­en ist: Etwa alle drei Minu­ten wird in Deutsch­land eine Frau ver­ge­wal­tigt. Doch nur jeder ach­te Täter wird ver­ur­teilt.

Der Inter­na­tio­na­le Akti­ons­tag „NEIN zu Gewalt an Frau­en” geht zurück auf die Ermor­dung der Schwes­tern Mira­bal am 25. Novem­ber 1960. Die drei Frau­en hat­ten sich gegen die Dik­ta­tur in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik gewehrt und wur­den nach mona­te­lan­ger Fol­ter vom mili­tä­ri­schen Geheim­dienst umge­bracht. Mit der jähr­lich stei­gen­den Zahl von gehiss­ten Fah­nen wird das Ver­mächt­nis die­ser drei Frau­en ein­drucks­voll gewür­digt.

An der Akti­on betei­ligt sich die kreis­weit täti­ge Frau­en­be­ra­tungs­stel­le mit ihren Schwer­punkt­the­men häus­li­che und sexua­li­sier­te Gewalt. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen set­zen ein Zei­chen gegen Gewalt an Frau­en und Mäd­chen. Denn auch im Kreis Stein­furt erle­ben jeden Tag dut­zen­de von Frau­en und Kin­dern Gewalt. Sie wer­den gede­mü­tigt, beläs­tigt, geschla­gen, ver­ge­wal­tigt. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen bera­ten, unter­stüt­zen und beglei­ten Frau­en in Ein­zel­ge­sprä­chen auf ihrem Weg in ein selbst­be­stimm­tes und gewalt­frei­es Leben. Das Ange­bot ist kos­ten­frei und auf Wunsch anonym.

Wie stel­len wir uns gemein­sam für die Zukunft auf?“

Dia­ko­nie-Vor­stand zu Gast in evan­ge­li­scher Kir­chen­ge­mein­de Jako­bi

Rhei­ne. Der demo­gra­fi­sche Wan­del ist in vol­lem Gan­ge. Und so steigt auch der Anteil älte­rer Men­schen an, die Bera­tung und Pfle­ge benö­ti­gen. „Wie kön­nen wir die­sen wach­sen­den Anfor­de­run­gen begeg­nen und wie stel­len wir uns gemein­sam für die Zukunft auf?“ Auf die­se und ande­re Fra­gen ging Dia­ko­nie-Vor­stand Ste­fan Zim­mer­mann jetzt in einem Vor­trag zu „Dia­ko­nie 2030“ im Fach­aus­schuss der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Jako­bi ein.

Der Fach­kräf­te­man­gel sei bereits jetzt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung, vor allem in der ambu­lan­ten Pfle­ge. „Mitt­ler­wei­le bewer­ben sich die Pfle­ge­kräf­te nicht mehr bei uns, son­dern wir uns bei ihnen“, brach­te Zim­mer­mann es auf den Punkt. „Eigent­lich para­dox, aber tat­säch­lich wird es zukünf­tig immer schwie­ri­ger wer­den, Mit­ar­bei­ter in der Pfle­ge zu fin­den.“

Span­nen­de The­men und inter­es­san­te Impul­se nah­men Ste­fan Zim­mer­mann, Pfar­rer Jür­gen Rick und die ande­ren Mit­glie­der des Dia­ko­nie-Aus­schus­ses aus die­sem Tref­fen mit. Da Kir­che und Dia­ko­nie untrenn­bar zusam­men­ge­hör­ten, sei es wich­tig, mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men, um Zukunft gemein­sam zu gestal­ten. „Dan­ke für die Ein­la­dung und für Ihre wohl­wol­len­de Unter­stüt­zung“, resü­mier­te der Dia­ko­nie-Vor­stand.

Möch­ten Sie mehr über die Arbeit des Dia­ko­ni­sches Wer­kes erfah­ren oder uns zu einem Vor­trag in Ihre Kir­chen­ge­mein­de ein­la­den? Kon­takt und wei­te­re Infos: Tele­fo­nisch unter 05482 68111 oder per Mail an sekretariat@dw-te.de.

Kam­pa­gnen-Start­schuss für “LUI­SA IST HIER!”

Rheine/Emsdetten. Die Kam­pa­gne „Lui­sa ist hier!“ ist Teil der im Dezem­ber 2016 vom Frau­en-Not­ruf Müns­ter initi­ier­ten Prä­ven­ti­ons­kam­pa­gne „Sicher fei­ern“ und bie­tet direk­te, nie­der­schwel­li­ge Hil­fe bei sexu­el­ler Beläs­ti­gung und sexua­li­sier­ter Gewalt gegen Frau­en und Mäd­chen. Mitt­ler­wei­le betei­li­gen sich bun­des­weit – und über die Lan­des­gren­zen hin­aus — über 63 Städ­te an der Kam­pa­gne.

Mit der Fra­ge „Ist Lui­sa hier?“ kön­nen sich Frau­en in Gast­stät­ten, Knei­pen, Bars und Clubs an das zuvor geschul­te Per­so­nal der teil­neh­men­den Loka­le wen­den. Die Fra­ge fun­giert als Code, um bei sexu­el­ler Beläs­ti­gung oder Angst vor sexu­el­len Über­grif­fen ohne wei­te­re Erklä­rung Hil­fe zu erhal­ten.

Die Code-Fra­ge soll dabei nicht die Inten­ti­on der Fra­gen­den ver­schlei­ern, son­dern es ver­ein­fa­chen, um Hil­fe zu fra­gen. In einem Rück­zugs­ort, wie einem Per­so­nal­raum, kann die benö­tig­te Hil­fe prä­zi­siert wer­den, etwa ob Freun­de geru­fen wer­den sol­len, Sachen vom Platz geholt wer­den sol­len, eine Beglei­tung zum Taxi gebraucht wird oder die Poli­zei infor­miert wer­den soll. Durch gut sicht­ba­re Pla­ka­te im Lokal sowie Spie­gel- und Tür­auf­kle­ber in den Sani­tär­räu­men für die weib­li­chen Gäs­te soll auf die­se Mög­lich­keit hin­ge­wie­sen wer­den.

Die seit dem 1. April die­sen Jah­res akti­ve Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt und die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten der Stadt Rhei­ne und der Stadt Ems­det­ten eta­blie­ren die Kam­pa­gne nun auch in Rhei­ne und Ems­det­ten und set­zen damit ein deut­li­ches Zei­chen, dass sexua­li­sier­te Gewalt und Beläs­ti­gung weder ver­harm­lost noch tole­riert wird. Poten­ti­el­len Tätern soll eine deut­li­che Gren­ze auf­ge­zeigt wer­den. Betrof­fe­nen Frau­en wird ver­mit­telt, dass sie ein Recht auf Hil­fe, Unter­stüt­zung und Wehr­haf­tig­keit haben und dass sie nicht allein sind.

Dabei über­neh­men Mit­ar­bei­te­rin­nen der Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt die Schu­lung des Per­so­nals der sich betei­li­gen­den Loka­li­tä­ten, die Aus­ga­be von Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en sowie die Öffent­lich­keits­ar­beit.

In allen öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen?
Die Kam­pa­gne rich­tet sich nicht nur an Bars, Clubs und ähn­li­che Loka­li­tä­ten. Öffent­li­che Ein­rich­tun­gen, wie zum Bei­spiel das Frei­bad, Hal­len­bad und auch die Kar­ne­vals­ver­ei­ne, kön­nen Frau­en und Mäd­chen mit der Kam­pa­gne Sicher­heit und Hil­fe bie­ten.

Kon­takt und Infos: Agnes Denk­ler und Ria Mes­ter, Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt, tele­fo­nisch unter 05971 800 9292 oder per Mail an fachberatung-gewalt@dw-te.de.