Kin­der­be­treu­ung an den Grund­schu­len wäh­rend des Lockdowns
‑Offe­ne Ganz­tags­grund­schu­len unter­stüt­zen tatkräftig-

 Teck­len­bur­ger Land. Seit Mit­te Dezem­ber wur­de im Zuge des Lock­downs sei­tens der Poli­tik die Prä­senz­pflicht an den Schu­len auf­ge­ho­ben. Jedoch muss­te eine alter­na­ti­ve Betreu­ungs­mög­lich­keit für all die Schüler*innen gewähr­leis­tet sein, die nicht zuhau­se betreut wer­den konn­ten. Zustän­dig für die­se Betreu­ung waren sowohl das Lehr­per­so­nal, als auch die päd­ago­gi­schen Mit­ar­bei­ten­den des Offe­nen Ganz­tags. Dies betraf somit auch die vier Offe­nen Ganz­tags­grund­schu­len (OGS) in der Trä­ger­schaft des Dia­ko­ni­schen Werks Teck­len­burg an den Stand­or­ten Lie­nen, Kat­ten­ven­ne, Teck­len­burg und Broch­ter­beck. Die vier Koor­di­na­to­rin­nen Mar­gret Peters, Sabri­na Grö­s­che, Clau­dia Hart­mann und Ulri­ke Har­ling der jewei­li­gen OGS tra­fen sich in der ver­gan­ge­nen Woche zu einer Zoom-Kon­fe­renz, um ihre Erfah­run­gen der letz­ten Wochen auszutauschen.

Die vier päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te, die seit vie­len Jah­ren den Ganz­tag koor­di­nie­ren, und ihre Teams haben in den ver­gan­ge­nen Wochen die Grund­schu­len tat­kräf­tig und mit hohem päd­ago­gi­schen Ein­satz unter­stützt. Im Aus­tausch der Koor­di­na­to­rin­nen unter­ein­an­der zeig­te sich, dass das Per­so­nal des Offe­nen Ganz­tags gemein­sam mit den Lehrer*innen der Grund­schu­len die Betreu­ung abdeck­ten, die Betreu­ung jedoch pha­sen­wei­se kom­plett eigen­stän­dig von der OGS über­nom­men wur­de. „Für die Mit­ar­bei­ten­den des Offe­nen Ganz­tags bedeu­te­te dies nicht nur eine Aus­wei­tung der Dienst­zei­ten ab 7:45 Uhr, son­dern auch inten­si­ve Unter­stüt­zung und Beglei­tung der Kin­der bei der Bear­bei­tung der von den Lehrer*innen her­aus­ge­ge­be­nen Wochen­plä­ne.“, berich­tet Mar­gret Peters, Koor­di­na­to­rin der OGS in Lie­nen. In der Betreu­ung an den Grund­schu­len fan­den sich teil­wei­se mor­gens bis zu 20 Kin­der aus allen 4 Jahr­gangs­stu­fen ein, wel­che an unter­schied­lichs­ten Auf­ga­ben arbei­te­ten. Für die Mit­ar­bei­ten­den der OGS bedeu­te­te dies auf vie­le indi­vi­du­el­le Bedürf­nis­se der Kin­der ein­ge­hen zu müs­sen. Die päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te waren gefor­dert zu erklä­ren, Denk­an­stö­ße zu geben, zu kor­ri­gie­ren und zu moti­vie­ren. Eben­so benö­tig­ten schnel­le Ler­ner oft schon nach kur­zer Zeit Ideen, sich eigen­stän­dig zu beschäf­ti­gen und dabei ande­re Kin­der nicht abzu­len­ken. Natür­lich war die Umset­zung die­ser Tätig­kei­ten nur mit dem Tra­gen einer FFP2-Mas­ke mög­lich, was die Sprach- und Leselern­för­de­rung der Kin­der der 1. und 2. Klas­se deut­lich erschwerte.

Die Anstren­gun­gen der letz­ten Wochen konn­ten nur durch die gute Zusam­men­ar­beit der bei­den Insti­tu­tio­nen Schu­le und OGS gelin­gen, deren Arbeit zuneh­mend mit­ein­an­der ver­schmilzt. Nun läuft wie­der das Wech­sel­mo­dell aus Prä­senz- und Distanz­ler­nen. Auf die­se Ände­run­gen muss­ten die OGS erneut fle­xi­bel reagie­ren und ihre Dienst­plä­ne für die jewei­li­gen Wochen neu gestal­ten – den­noch ist auch der erneu­te Start in die­se Art von Schul­all­tag gelun­gen. „Der Offe­ne Ganz­tag ist als Insti­tu­ti­on mitt­ler­wei­le fast an jeder Grund­schu­le eta­bliert, den­noch wird die­ser in der öffent­li­chen Debat­te um die Betreu­ung von Grund­schul­kin­dern kaum wahr­ge­nom­men.“, betont der kauf­män­ni­sche Vor­stand des Dia­ko­ni­schen Werks Teck­len­burg, Ste­fan Zim­mer­mann, „Gera­de in der der­zei­ti­gen Pan­de­mie hat der Offe­ne Ganz­tag jedoch eine bedeu­ten­de und wich­ti­ge Rol­le an den Grund­schu­len über­nom­men“. Die enga­gier­ten päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te im Offe­nen Ganz­tag betreu­en über die regu­lä­ren Öff­nungs­zei­ten der Grund­schu­len hin­aus, beglei­ten Kin­der und deren Fami­li­en durch die vier Grund­schul­jah­re und leis­ten­da­mit wich­ti­ge Sozi­al­ar­beit, die von kei­ner Schu­le mehr weg­zu­den­ken ist.