Ver­ab­schie­dung der Azu­bis 2021

Dia­ko­nie WesT ver­ab­schie­det Azu­bis nach erfolg­reich bestan­de­ner Prü­fung 

Teck­len­burg. Ins­ge­samt 3 Aus­zu­bil­den­de haben in die­sem Jahr erfolg­reich ihre Aus­bil­dung in der ambu­lan­ten Pfle­ge der Dia­ko­nie WesT e.V. abge­schlos­sen – 22 wei­te­re Azu­bis sind der­weil noch in den ver­schie­de­nen Berei­chen der ambu­lan­ten Pfle­ge beschäftigt.

Trotz all der Hin­der­nis­se, die die letz­ten 2 Jah­re bereits mit sich brach­ten, haben die 3 Frau­en ihre Aus­bil­dung im ambu­lan­ten Pfle­ge­dienst und der Tages­pfle­ge der Dia­ko­nie bestan­de­ner Prü­fung erfolg­reich abge­schlos­sen. Bei einer klei­nen Zusam­men­kunft gra­tu­lier­ten die Vor­stän­de Ste­fan Zim­mer­mann und Pfr. i.R. Jür­gen Nass den Aus­zu­bil­den­den zu ihrer bestan­de­nen Prü­fung und begrüß­ten die 3 Frau­en gleich­zei­tig als neue Mit­ar­bei­ten­de der Tages­pfle­ge in Ibben­bü­ren und den Dia­ko­nie­sta­tio­nen in Len­ge­rich und Wes­ter­kap­peln. „Ich fin­de groß­ar­tig, dass Sie sich für eine Aus­bil­dung in der Pfle­ge ent­schie­den und ihre Aus­bil­dung bei uns absol­viert haben“, freut sich Vor­stand Ste­fan Zim­mer­mann. „Gera­de in Zei­ten wie die­sen haben wir alle ver­mehrt wahr­ge­nom­men, wie sys­tem­re­le­vant die Pfle­ge­be­ru­fe in unse­rer Gesell­schaft sind.“ In den Gesprä­chen mit den Aus­zu­bil­den­den wur­de deut­lich, dass coro­nabe­ding­te Maß­nah­men wie Online-Unter­richt und Ein­schrän­kun­gen bei der Abschluss­prü­fung erheb­li­che Hin­der­nis­se im gewohn­ten Aus­bil­dungs­ver­lauf dar­stell­ten. Zim­mer­mann beton­te dem­entspre­chend: „Sie kön­nen sehr stolz auf sich sein, die Aus­bil­dung trotz all der Schwie­rig­kei­ten wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie erfolg­reich bestan­den zu haben.“

Der­zeit sind 22 Aus­zu­bil­den­de in den unter­schied­li­chen Ein­rich­tun­gen der Dia­ko­nie WesT e.V. beschäf­tigt. Aus­bil­dun­gen zur Pfle­ge­fach­frau bzw. zum Pfle­ge­fach­mann wer­den in den fünf Dia­ko­nie­sta­tio­nen (Rhei­ne, Ibben­bü­ren, Lie­nen, Len­ge­rich und Wes­ter­kap­peln) und den bei­den Tages­pfle­gen in Ibben­bü­ren ange­bo­ten. Infos und Kon­takt: Tele­fo­nisch unter 05482 680 oder per Mail an karriere@diakonie-west.de.

 

Die Aus­zu­bil­den­den 2021 mit ihren Pra­xis­an­lei­te­rin­nen, Vor­sit­zen­de der MAV Anja Kem­ken (rechts) und der Vor­stand, Pfr. i.R. Jür­gen Nass und Ste­fan Zim­mer­mann (links).

Dia­ko­nie WesT e.V.

Aus zwei mach eins: Ver­schmel­zung der Dia­ko­ni­schen Wer­ke Teck­len­burg und Steinfurt-Coesfeld-Borken

Zum 01.12.2021 ist es nun end­lich soweit: Das Dia­ko­ni­sche Werk Teck­len­burg ver­schmilzt mit dem Dia­ko­ni­schen Werk Stein­furt-Coes­feld-Bor­ken zur gemein­sa­men Dia­ko­nie WesT e.V. Der neue Name steht für die Dia­ko­nie im west­li­chen Müns­ter­land und Teck­len­bur­ger Land.

Die Dia­ko­nie ist der sozia­le Dienst der evan­ge­li­schen Kir­che. „Dia­ko­nie und Kir­che sind untrenn­bar. Des­halb bin ich froh, dass wir im neu­en Werk zwei theo­lo­gi­sche Vor­stän­de haben, wel­che die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Kir­chen­ge­mein­den und ihrer Dia­ko­nie för­dern und dar­an arbei­ten, dass wir im Geist der christ­lich begrün­de­ten Nächs­ten­lie­be tätig blei­ben“, betont der Super­in­ten­dent des Kir­chen­krei­ses Stein­furt, Joa­chim Ani­cker. Den Vor­stand bei­der Wer­ke bil­den zusam­men mit Ste­fan Zim­mer­mann die bei­den Theo­lo­gen Pfr. i. R. Jür­gen Nass aus dem Kir­chen­kreis Teck­len­burg und Pfr. Mat­thi­as Hövel­mann aus dem Kir­chen­kreis Stein­furt-Coes­feld-Bor­ken. Der ein­stim­mi­ge Beschluss der Mit­glie­der­ver­samm­lung bei­der Wer­ke bestä­ti­ge laut Ste­fan Zim­mer­mann die Arbeit und Bemü­hun­gen der letz­ten Mona­te. Die Wei­chen zur Ver­schmel­zung zu einer gemein­sa­men Dia­ko­nie wur­den bereits im letz­ten Jahr gestellt, seit Anfang die­ses Jah­res wur­de die Arbeit an einer mög­li­chen Zusam­men­ar­beit inten­si­viert. In einer gro­ßen, gemein­sa­men Dia­ko­nie las­sen sich die Kom­pe­ten­zen vie­ler Mit­ar­bei­ten­den bün­deln und Syn­er­gie­ef­fek­te zukünf­tig sinn­voll nut­zen. Zudem kann im Zuge der Ver­schmel­zung eine Fach­be­reichs­ebe­ne geschaf­fen wer­den, die nicht nur den Vor­stand ent­las­ten, son­dern auch direk­ter Ansprech­part­ner für die Mit­ar­bei­ten­den der unter­schied­li­chen Berei­che sein soll. „Mit Frau Jung und Herrn Hoff­mann für die Berei­che „Schu­le“ und „Sozia­les“ konn­ten wir bereits zwei kom­pe­ten­te und enga­gier­te Fach­be­reichs­lei­tun­gen ein­stel­len. Die Fach­be­reichs­lei­tung „Pfle­ge“ wol­len wir ger­ne zu Anfang des neu­en Jah­res beset­zen, um das Dia­ko­nie WesT – Lei­tungs­team zu kom­plet­tie­ren“, so Ste­fan Zim­mer­mann. Mit mehr als 600 Mit­ar­bei­ten­den bie­tet die gemein­sa­me Dia­ko­nie ein brei­tes Ver­sor­gungs­netz­werk in den Berei­chen Pfle­ge, Bera­tung, Betreu­ung und Ver­sor­gung in den Gemein­den der Kir­chen­krei­se Teck­len­burg und Steinfurt.

 

Advents-Got­tes­dienst zum Auf­takt der Akti­on „Brot für die Welt“

Pro­jekt „Gemein­de­na­he Dia­ko­nie für Teck­len­burg“ vor­ge­stellt — Advents-Got­tes­dienst zum Auf­takt der Akti­on „Brot für die Welt“

Der Got­tes­dienst am ers­ten Advent in der Stifts­kir­che Teck­len­burg-Lee­den stand im Zei­chen des Auf­takts zur 63. Akti­on „Brot für die Welt“. In die­sem Jahr lau­tet das The­ma „Eine Welt. Ein Kli­ma. Eine Zukunft.“. Das Hilfs­werk der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD) ist in mehr als 90 Län­dern rund um den Glo­bus aktiv. Es leis­tet Men­schen am Ran­de der Gesell­schaft über­wie­gend Hil­fe zur Selbsthilfe.

Die För­de­rung von Bil­dung und Gesund­heit, die Stär­kung der Demo­kra­tie, die Siche­rung des Frie­dens, die Ach­tung der Men­schen­rech­te sowie die Bewah­rung der Schöp­fung zäh­len zum Auf­ga­ben­ka­ta­log. Gemein­sam mit den Part­nern vor Ort wird dar­an gear­bei­tet, Lebens­si­tua­tio­nen in armen Län­dern oder Regio­nen zu verbessern.

Pfar­re­rin Ulri­ke Wort­mann-Rott­hoff nahm die Wor­te des Pro­phe­ten Sach­ar­ja auf: Sie­he, dein König kommt zu dir: ein Gerech­ter und ein Hel­fer. „Auch wir geben nicht auf, wir machen unse­re Erde gerech­ter und hilfs­be­rei­ter“, sag­te sie. Dies sei eine Mam­mut­auf­ga­be ange­sichts der Kri­se, in der sich die Welt der­zeit befin­det. Dass Stär­ke­re über­all für Schwä­che­re ein­ste­hen, blei­be ein Her­zens­an­lie­gen für alle Christen.

Die Erzäh­lung einer Augen­zeu­gin über ein Hoch­was­ser in Sim­bab­we aus dem Jah­res­be­richt von „Brot für die Welt“ hät­te auch aus den Flut­ge­bie­ten in Deutsch­land aus dem ver­gan­ge­nen Som­mer stam­men kön­nen. Die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels sei­en nir­gend­wo zu leug­nen, mach­te die Pfar­re­rin deut­lich. „Unser Glau­be hilft uns, inner­lich in sol­chen Kata­stro­phen nicht den Halt zu ver­lie­ren und ande­ren eine Hand aus­zu­stre­cken“, beton­te sie. Den Bibel­text aus dem 21. Kapi­tel des Mat­thä­us­evan­ge­li­ums über den Ein­zug Jesu in Jeru­sa­lem trug Pfar­rer Mat­thi­as Hövel­mann, Theo­lo­gi­scher Vor­stand des Dia­ko­ni­schen Werks des Ev. Kir­chen­krei­ses Stein­furt-Coes­feld-Bor­ken e.V., vor. Ab 1. Dezem­ber 2021 ver­schmilzt das Dia­ko­ni­sche Werk gemein­sam mit dem Dia­ko­ni­schen Werk Teck­len­burg e.V. zur Dia­ko­nie WesT e.V. Den Theo­lo­gi­schen Vor­stand der neu­en Dia­ko­nie bil­den dann Pfar­rer Mat­thi­as Hövel­mann gemein­sam mit Pfar­rer i.R. Jür­gen Nass.

Dia­ko­nin Inge­borg von Mül­ler infor­mier­te die Gemein­de über das neue Pro­jekt „Gemein­de­na­he Dia­ko­nie für Teck­len­burg“. Das Pro­jekt wird von ihr gelei­tet. „Durch den demo­gra­fi­schen Wan­del und die Coro­na-Pan­de­mie haben wir die Erfah­rung machen müs­sen, dass vie­le Men­schen sehr ver­einsamt leben“, erklär­te sie. Dem soll das Pro­jekt ent­ge­gen­wir­ken. Zie­le sei­en zudem die Ver­bes­se­rung oder Sta­bi­li­sie­rung der Lebens­be­din­gun­gen hil­fe­be­dürf­ti­ger Men­schen sowie die Akti­vie­rung Ehren­amt­li­cher und des gesam­ten Gemein­de­le­bens. Christ­li­cher Glau­be und prak­ti­zier­te Nächs­ten­lie­be gehör­ten untrenn­bar zusam­men. Dia­ko­nie lebe vom Mit­ein­an­der. Dies wol­le sie stär­ken, so von Müller.

Den musi­ka­li­schen Rah­men gestal­te­ten Harald Bud­ke an der Orgel und der Posau­nen­chor Lee­den. Die Besu­cher spra­chen das Frie­dens­be­kennt­nis der Öku­me­ni­schen Welt­ver­samm­lung von Seo­ul aus dem Jahr 1990 und den Advents­psalm 24. Dar­in heißt es: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch“. In den Für­bit­ten bat die Gemein­de um die gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung der Chris­ten in der Gesell­schaft im Sin­ne des Mot­tos der 63. Brot-für die Welt-Akti­on: „Eine Welt. Ein Kli­ma. Eine Zukunft.“

 

Bild und Text: Bri­git­te Striehn

25. Novem­ber: Akti­ons­tag gegen Gewalt an Frau­en 2021

25. Novem­ber: Frau­en­be­ra­tungs­stel­len in Rhei­ne betei­li­gen sich am inter­na­tio­na­len Tag zur Besei­ti­gung von Gewalt gegen Frauen

Rhei­ne. Frau­en­be­ra­tungs­stel­le und Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt des Dia­ko­ni­schen Werks Teck­len­burg betei­li­gen sich an welt­wei­ter Fah­nen­ak­ti­on zum Akti­ons­tag zur Besei­ti­gung von Gewalt gegen Frau­en am 25. November.

Gewalt gegen Frau­en wird immer noch zu häu­fig igno­riert oder baga­tel­li­siert – und genau des­halb spre­chen Betrof­fe­ne nicht über das Erleb­te. „Lei­der erle­ben Betrof­fe­ne immer wie­der, dass Ange­hö­ri­ge, Freun­de, Fach­kräf­te und Behör­den ihre Aus­sa­gen anzwei­feln, ihnen eine (Teil-) Schuld unter­stel­len oder die Taten ver­harm­lo­sen. So tra­gen sie unge­wollt zur Auf­recht­erhal­tung der Gewalt bei“, erklärt Ria Mes­ter von der Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt. „Fakt ist aber“, so Mes­ter wei­ter, „dass 90% der Täter ganz genau wis­sen, was sie tun, dass die Aus­sa­gen der Betrof­fe­nen wahr sind und Gewalt eine Straf­tat ist.“ Unter dem Mot­to #bor­ne­qual– Gewalt gegen Frau­en hat vie­le Gesich­ter! betei­li­gen sich die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le und die Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt des Dia­ko­ni­schen Werks Teck­len­burg am inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag gegen Gewalt an Frauen.

Die aktu­el­le poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik zur (Ex-) Part­ner­schafts­ge­walt bestä­tigt: Im Jahr 2019 wur­de fast jeden drit­ten Tag eine Frau durch die Tat ihres (Ex-) Part­ners getö­tet. Alle 45 Minu­ten wur­de eine Frau in Deutsch­land durch ihren (Ex-) Part­ner ver­letzt oder ange­grif­fen. Vier von fünf von Gewalt in der Part­ner­schaft betrof­fe­ne Per­so­nen sind Frau­en. Seit 2015 stei­gen die Fäl­le von Gewalt an Frau­en in Part­ner­schaf­ten ste­tig an. Die bekannt­ge­wor­de­nen Straf­ta­ten rei­chen dabei von Stal­king und Bedro­hung über kör­per­li­che Angrif­fe und Ver­ge­wal­ti­gung bis hin zu Tot­schlag oder Mord(-versuchen). Die meis­ten die­ser Straf­ta­ten fin­den in der eige­nen Woh­nung der Opfer und somit im Ver­bor­ge­nen statt, wes­halb Expert*innen davon aus­ge­hen, dass 75–80 Pro­zent der Fäl­le gar nicht akten­kun­dig wer­den. „Die betrof­fe­nen Frau­en trau­en sich häu­fig nicht, Anzei­ge zu erstat­ten, sei es zum Bei­spiel aus Scham, Angst vor wei­te­rer Gewalt oder finan­zi­el­ler Abhän­gig­keit“, erläu­tert Ria Mes­ter von der Fach­be­ra­tungs­stel­le. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen in Rhei­ne wol­len betrof­fe­nen Frau­en und Mäd­chen Mut machen und zei­gen, dass sie nicht allei­ne sind. Sie bera­ten, unter­stüt­zen und beglei­ten Frau­en aus dem gesam­ten Kreis Stein­furt auf ihrem Weg in ein selbst­be­stimm­tes und gewalt­frei­es Leben. Das Ange­bot ist kos­ten­los und auf Wunsch anonym.

Kon­takt:
Frau­en­be­ra­tungs­stel­le
Müns­ter­mau­er 3, 48431 Rheine
Tel.: 05971/800 73 70
Mail: frauenberatungsstelle@dw-te.de

Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt
Müns­ter­stra­ße 48, 48431 Rheine
Tel.: 05971/ 800 92 92
Mail: fachberatung-gewalt@dw-te.de