Online-Grup­pe für von Gewalt betrof­fe­ne Frauen

Sta­bi­li­sie­rungs­grup­pe für Frau­en, die Gewalt erfah­ren haben

Rhei­ne. Die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le und die Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt des Dia­ko­ni­schen Werks initi­ie­ren eine Online-Grup­pe für Frau­en, die Gewalt erfah­ren haben.

An 5 Ter­mi­nen soll ein Ein­blick in die Mög­lich­kei­ten der Ent­span­nung, Medi­ta­ti­on und Acht­sam­keit gege­ben wer­den. In jeder Stun­de wer­den 1–2 Übun­gen ange­lei­tet, gefolgt von einer Erklä­rung über Mecha­nis­men und Infor­ma­tio­nen, wie die Übung in den All­tag der betrof­fe­nen Frau­en ein­ge­glie­dert wer­den kann. „Durch die ange­lei­te­ten Übun­gen kön­nen die eige­nen Res­sour­cen (wie­der-) ent­deckt wer­den und zu mehr inne­rer Sta­bi­li­sie­rung bei­tra­gen“, erklärt Ria Mes­ter von der Fachberatungsstelle.

Die Grup­pe fin­det online an fünf auf­ein­an­der­fol­gen­den Mon­ta­gen statt. Die Teil­nah­me ist kos­ten­frei. Beginn ist am 16.08.21 von 18.00 — 18.50 Uhr. Ein ent­spre­chen­der Link wird den Teil­neh­me­rin­nen nach einer ver­bind­li­chen Anmel­dung per E‑Mail zuge­schickt. Anmel­dung unter: fachberatung-gewalt@dw-te.de

Ria Mes­ter und Sophia Rie­ken (ehren­amtl. Mit­ar­bei­te­rin) von der Fach­be­ra­tungs­stel­le in Rhei­ne initi­ie­ren eine Online-Grup­pe für Frau­en, die Gewalt erle­ben mussten.

21. Juli – Gedenk­tag für ver­stor­be­ne Drogengebraucher*innen

21. Juli – Gedenk­tag für ver­stor­be­ne Drogengebraucher*innen
Dro­gen­tod ver­mei­den — Sub­sti­tu­ti­ons­be­hand­lung individualisieren

Die Coro­na-Pan­de­mie hat noch ein­mal ver­deut­licht, wie pre­kär die Lage für dro­gen­kon­su­mie­ren­de Men­schen in Deutsch­land ist: Allei­ne im letz­ten Jahr sind 1.581 Men­schen an den Fol­gen ihres Dro­gen­ge­brau­ches gestor­ben. Die Zahl der Dro­gen­to­ten ist bun­des­weit im Ver­gleich zum Vor­jahr um 13% gestie­gen. So hoch war die Zahl zuletzt vor 20 Jah­ren. Auch die Todes­fäl­le in Ver­bin­dung mit Koka­in und Crack sind um 33% gestie­gen. Der Anstieg von Men­schen, die an den Lang­zeit­fol­gen ster­ben, zeigt auf, dass drin­gen­der Hand­lungs­be­darf besteht. Vie­le die­ser Todes­fäl­le wären ver­meid­bar gewe­sen. „Maß­nah­men wie Sub­sti­tu­ti­ons­be­hand­lun­gen und nied­rig­schwel­li­ge Bera­tungs­an­ge­bo­te kön­nen dazu bei­tra­gen, die Risi­ken für Drogennutzer*innen deut­lich zu mini­mie­ren“, berich­tet Bea­te Kui­pers, Dipl. Sozi­al­ar­bei­te­rin in der Sucht- und Dro­gen­be­ra­tungs­stel­le in Gronau.

Gera­de in Kri­sen­zei­ten wie die­sen ist es laut der Exper­tin­nen beson­ders wich­tig, dass sich Hil­fe­su­chen­de an die Bera­tungs­stel­len vor Ort wen­den kön­nen. „Beson­ders ein nied­rig­schwel­li­ger Zugang zu Behand­lungs­mög­lich­kei­ten vor Ort, z. B. kei­ne War­te­zei­ten für Gesprächs­ter­mi­ne oder auch der zur Ver­fü­gung ste­hen­de Sprit­zen­au­to­mat, sind für vie­le Drogennutzer*innen enorm wich­tig. Für vie­le nicht­be­han­del­te Opio­id-Kon­su­mie­ren­de füh­ren die immer noch strik­ten Rege­lun­gen zu Ver­sa­gens­ängs­ten. Die­se sind häu­fig aus­schlag­ge­bend dafür, dass sich Betrof­fe­ne gegen eine Behand­lung ent­schei­den“, erklärt Sozi­al­päd­ago­gin (B.A.) Miri­am Gil­lich. Eine kom­pe­ten­te, wohn­ort­na­he Bera­tung und eine indi­vi­du­el­le Sub­sti­tu­ti­ons­be­hand­lung sind häu­fig der ers­te Schritt aus der Sucht zurück in ein gesun­des Leben – da sind sich die Exper­tin­nen einig. Auch der Nord­kreis von Bor­ken kann zur Redu­zie­rung der Zahl der Dro­gen­to­ten bei­tra­gen. So wäre bei­spiels­wei­se der Aus­bau des Bus- und Bahn­net­zes hilf­reich, um das Errei­chen der sub­sti­tu­ie­ren­den Ärzt*innen und der Sucht­hil­feein­rich­tun­gen für Hil­fe­su­chen­de zu erleich­tern. Die Sub­sti­tu­ti­ons­be­hand­lung stellt eine Über­le­bens­si­che­rung für hero­in­ab­hän­gi­ge Per­so­nen dar und ermög­licht ihnen ein gesün­de­res Leben in gesell­schaft­li­cher Inte­gra­ti­on. Aktu­ell sind ledig­lich die Hälf­te der Hero­in­kon­su­mie­ren­den deutsch­land­weit sub­sti­tu­iert. „Um jeder hero­in­ab­hän­gi­gen Per­son eine Sub­sti­tu­ti­ons­be­hand­lung zu ermög­li­chen, benö­ti­gen wir auch im Nord­kreis von Bor­ken mehr Ärzt*innen, die sich bereit­erklä­ren eine Sub­sti­tu­ti­ons­be­hand­lung anzu­bie­ten“, so Gillich.

Die Bera­tung in der Sucht- und Dro­gen­be­ra­tung des Dia­ko­ni­schen Werks ist kos­ten­los. Die Mit­ar­bei­ten­den bera­ten sowohl bezüg­lich lega­ler, als auch ille­ga­ler Dro­gen und unter­lie­gen der gesetz­li­chen Schwei­ge­pflicht. Betrof­fe­ne, aber auch Ange­hö­ri­ge oder Freun­de kön­nen ganz ein­fach tele­fo­nisch oder per Email Kon­takt zu den Bera­tungs­stel­len in Len­ge­rich und Gro­nau aufnehmen:

Len­ge­rich:
Tel.: 05481/3054280, Email: suchtberatung@dw-te.de
Gro­nau:
Tel. 02562 / 701110, Email: suchthilfezentrum@dw-st.de

Wenn Sie Ihr Wis­sen zu den The­men Alko­hol und Niko­tin tes­ten wol­len, gehts hier zum Action­bound der Bera­tungs­stel­le Sucht in Lengerich!

Gol­de­nes Kro­nen­kreuz für Doris Lüdeke

Gol­de­nes Kro­nen­kreuz für 25 Jah­re Mit­ar­beit im Dia­ko­ni­schen Werk

Wes­ter­kap­peln. Das Dia­ko­ni­sche Werk Teck­len­burg ver­leiht Doris Lüde­ke, Mit­ar­bei­te­rin in der Dia­ko­nie­sta­ti­on Wes­ter­kap­peln, das Gol­de­ne Kro­nen­kreuz als beson­de­res Dank­zei­chen für über 25 Jah­re Enga­ge­ment im Dia­ko­ni­schen Werk.

Es ist eine beson­de­re Wert­schät­zung und Dank für die Treue und den Ein­satz im Diens­te des Nächs­ten: In der ver­gan­ge­nen Woche hat das Dia­ko­ni­sche Werk Teck­len­burg Frau Doris Lüde­ke das Gol­de­ne Kro­nen­kreuz in der Dia­ko­nie­sta­ti­on in Wes­ter­kap­peln über­reicht. Es wird ver­lie­hen an Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, die min­des­tens 25 Jah­re ehren- oder haupt­amt­lich in Kir­che und Dia­ko­nie arbei­ten. „Das Kro­nen­kreuz ist kein Orden und kei­ne Aus­zeich­nung, son­dern tief emp­fun­de­ner Aus­druck des Dan­kes und der Wert­schät­zung für Ihre Arbeit am Nächs­ten“, beginnt der geschäfts­füh­ren­de Vor­stand des Dia­ko­ni­schen Wer­kes, Ste­fan Zim­mer­mann, das Gespräch im klei­nen Kreis.

Doris Lüde­ke ist seit über 25 Jah­ren in der Dia­ko­nie­sta­ti­on in Wes­ter­kap­peln tätig. Nicht nur von ihren Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch von den Patient*innen wird sie für ihre freund­li­che Art, ihr Enga­ge­ment und ihre Zuver­läs­sig­keit geschätzt. Bereits seit 1979 ist Doris Lüde­ke im pfle­ge­ri­schen Bereich tätig, zunächst im ehe­ma­li­gen nie­der­säch­si­schen Lan­des­kran­ken­haus, wor­auf­hin sie nach über 10 Jah­ren im Nacht­dienst zur Dia­ko­nie­sta­ti­on in Wes­ter­kap­peln wech­sel­te. Mitt­ler­wei­le ist Doris Lüde­ke dort nicht nur als Wundex­per­tin aus­ge­bil­det, son­dern unter­stützt als Pra­xis­an­lei­te­rin tat­kräf­tig die Aus­zu­bil­den­den der Dia­ko­nie­sta­ti­on. „Frau Lüde­ke hat den ste­ti­gen Wan­del in der ambu­lan­ten Pfle­ge mit hoher Pro­fes­sio­na­li­tät und beson­de­rem Enga­ge­ment mit­ge­tra­gen“, berich­tet die Pfle­ge­dienst­lei­tung der Dia­ko­nie­sta­ti­on, Anja Kort­kamp. Auch nach 25 Dienst­jah­ren blickt Doris Lüde­ke nicht der Ren­te ent­ge­gen, son­dern wid­met sich wei­ter mit uner­müd­li­chem Ein­satz den Men­schen, die sich hil­fe­su­chend an sie wenden.

 

Ste­fan Zim­mer­mann, Doris Lüde­ke und Anja Kortkamp

15 Jah­re Bera­tung bei Tren­nung und Scheidung

Manch­mal genügt ein Perspektivenwechsel
Bera­tung bei Tren­nung und Schei­dung des Dia­ko­ni­schen Werks fei­ert 15-jäh­ri­ges Bestehen

Bereits seit 2006 unter­stüt­zen die Mit­ar­bei­te­rin­nen der Bera­tungs­stel­le bei Tren­nung und Schei­dung getrennt leben­de Eltern und deren Kin­der in den Gemein­den Len­ge­rich, Lie­nen, Lot­te, Teck­len­burg und Wes­ter­kap­peln dabei, kom­ple­xe Kon­flik­te und Fra­ge­stel­lun­gen in der Eltern- oder Fami­li­en­kon­stel­la­ti­on zu lösen. Inner­halb der Bera­tungs­pro­zes­se hel­fen die Bera­te­rin­nen den Rat­su­chen­den, ihre Ver­ant­wor­tung an der Pro­ble­ma­tik zu erken­nen und gemein­sam mit allen Betei­lig­ten Lösun­gen und Hand­lungs­schrit­te zu ent­wi­ckeln. „Manch­mal genügt schon ein Per­spek­tiv­wech­sel“, erklärt Doro­thee Laar­mann, Diplom-Päd­ago­gin. Laut der Bera­te­rin ist es häu­fig hilf­reich, die Kon­flikt­si­tua­ti­on zu sor­tie­ren und den Rat­su­chen­den eine mög­li­che Per­spek­ti­ve des ehe­ma­li­gen Part­ners oder der ehe­ma­li­gen Part­ne­rin auf­zu­zei­gen. „“So habe ich das noch gar nicht gese­hen“ ist eine häu­fi­ge Erkennt­nis in der Tren­nungs­be­ra­tung“, so Laar­mann. Die Bera­tungs­stel­le bie­tet getrennt leben­den Eltern dabei einen Rah­men, um wie­der mit­ein­an­der ins Gespräch zu kommen.

Doro­thee Laar­mann, Inga Hei­le­mann und The­re­sa Scholz-Hoff­mann fei­ern 15 Jah­re Bera­tung bei Tren­nung und Scheidung

Gera­de für Kin­der sind Streit oder gar die Tren­nung der Eltern mit vie­len Fra­gen und Ängs­ten ver­bun­den. Kin­dern wäre es am liebs­ten, wenn die Eltern zusam­men­blie­ben und ihre Kon­flik­te bewäl­ti­gen wür­den. Wenn dies aber nicht mög­lich ist, blei­ben Vater und Mut­ter, auch wenn sie kei­ne Paar­be­zie­hung mehr füh­ren, die Eltern ihrer gemein­sa­men Kin­der. Um den Auf­ent­halt, die Betreu­ung und den Kon­takt zu den gemein­sa­men Kin­dern best­mög­lich zu regeln, bie­ten die Bera­te­rin­nen Infor­ma­tio­nen sowie Ver­mitt­lung und Mode­ra­ti­on bei der Suche nach einer guten Lösung an. „Das ist oft gar nicht so leicht. Als Bera­te­rin­nen ste­hen wir manch­mal zwi­schen den Fron­ten. Dabei wol­len wir die Eltern unter­stüt­zen, den Blick immer wie­der auf die Bedürf­nis­se und Wün­sche ihrer Kin­der zu rich­ten“, berich­tet The­re­sa Scholz-Hoff­mann, Diplom-Sozialarbeiterin.

Natür­lich ist es am Schöns­ten, wenn Eltern inner­halb der Bera­tung einen guten und trag­fä­hi­gen Umgang mit der Situa­ti­on fin­den“, meint Inga Hei­le­mann, Lei­te­rin der Bera­tungs­stel­le. Lei­der gelin­ge das nicht immer. Dann bleibt den Eltern die Mög­lich­keit, beim zustän­di­gen Fami­li­en­ge­richt einen Antrag auf Rege­lung der elter­li­chen Sor­ge oder des Umgangs zu stel­len. Als Ver­tre­tung des Jugend­am­tes wir­ken die Bera­te­rin­nen eben­falls in den fami­li­en­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren mit.

Die Bera­tung ist frei­wil­lig, kos­ten­frei und auf Wunsch anonym. Rat­su­chen­de kön­nen per Tele­fon oder Email mit den Bera­te­rin­nen in Kon­takt tre­ten, um ein per­sön­li­ches Bera­tungs­ge­spräch zu vereinbaren.

Kon­takt:
Bera­tung bei Tren­nung und Scheidung
Stet­ti­ner Stra­ße 25, 49525 Lengerich
Tel.: 05481/3054266
Email: bts-lengerich@dw-te.de

Bun­des­mi­nis­te­rin Anja Kar­li­c­zek besucht Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst Lengerich

Start­hil­fe für jun­ge Men­schen aus 38 Nationen:
Bun­des­mi­nis­te­rin Anja Kar­li­c­zek besucht Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst Lengerich

Teck­len­bur­ger Land. Anläss­lich des Akti­ons­ta­ges der Jugend­mi­gra­ti­ons­diens­te besuch­te CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anja Kar­li­c­zek, die auch Bun­des­mi­nis­te­rin für Bil­dung und For­schung ist, am ver­gan­ge­nen Frei­tag den Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst (JMD) des Dia­ko­ni­schen Werks Teck­len­burg. Valen­ti­na Stel­mach und Bar­ba­ra Schon­schor vom Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst prä­sen­tier­ten die Arbeit der Bera­tungs­stel­le für jun­ge Migrant*innen und Geflüch­te­te, im Anschluss an das Gespräch berich­te­ten drei jun­ge Geflüch­te­te im Gespräch mit der Minis­te­rin über ihre Erfah­run­gen in Deutsch­land. „Inte­gra­ti­on kann ohne Bil­dung nicht funk­tio­nie­ren. Der Bund unter­stützt daher Inte­gra­ti­on mit gro­ßen Maß­nah­men­pa­ke­ten – vom Deutsch­ler­nen bis hin zur Auf­nah­me einer Aus­bil­dung oder eines Stu­di­ums“, begrün­de­te die CDU-Poli­ti­ke­rin ihr Inter­es­se an der Tätig­keit des JMD.

Der Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst in Len­ge­rich ist häu­fig die ers­te Anlauf­stel­le für jun­ge Migrant*innen und Geflüch­te­te im Alter von 12 bis 27 Jah­ren im Teck­len­bur­ger Land. Sie spre­chen 36 ver­schie­de­ne Spra­chen und gehö­ren 38 ver­schie­de­nen Natio­nen an, die meis­ten stam­men aus Syri­en und dem Irak, mehr als ein Drit­tel der Rat­su­chen­den sind zudem Arbeitsmigrant*innen oder ihre Kin­der aus Ost­eu­ro­pa. So unter­schied­lich wie die Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen, die Bera­tung und Hil­fe suchen, sind auch die The­men, die sie beschäf­ti­gen: Eine Schu­le oder einen Deutsch­kurs zu fin­den, Bewer­bun­gen für Prak­ti­ka, Aus­bil­dungs- oder Arbeits­plät­ze zu schrei­ben, Aner­ken­nung von Zeug­nis­sen aus dem Her­kunfts­land zu bean­tra­gen und Fra­gen zur Ein­bür­ge­rung oder Brie­fe von Behör­den zu ver­ste­hen. All die­se Anlie­gen ver­su­chen Valen­ti­na Stel­mach und Bar­ba­ra Schon­schor vom Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst zu klä­ren, zudem beglei­ten sie die Rat­su­chen­den zu Behör­den­gän­gen, ver­mit­teln an pas­sen­de Ein­rich­tung und arbei­ten eng mit Schu­len und ande­ren Insti­tu­tio­nen zusam­men, erfuhr die Poli­ti­ke­rin. Durch die Coro­na-Pan­de­mie lag im letz­ten Jahr der Schwer­punkt der Rat­su­chen­den vor allen in der Aus­bil­dungs­platz- und Arbeits­su­che, ver­stärkt dadurch, dass die Bewer­bungs­zen­tren der Job­cen­ter über einen län­ge­ren Zeit­raum geschlos­sen waren. „Vie­le Jugend­li­che haben Anfangs Schwie­rig­kei­ten, auf Deutsch zu tele­fo­nie­ren und oder eine voll­stän­di­ge Bewer­bung auf Deutsch zu ver­fas­sen. Sie haben meist gro­ße Pro­ble­me, ihre Inter­es­sen zu ver­fol­gen und sind dem­entspre­chend auf Unter­stüt­zung durch die Bera­tungs­stel­len ange­wie­sen“, berich­tet Valen­ti­na Stel­mach im Gespräch mit Anja Kar­li­c­zek. Auch der Sprach­er­werb durch Inte­gra­ti­ons­kur­se, wel­che im letz­ten Jahr kaum statt­ge­fun­den haben, wur­de durch die Pan­de­mie zuneh­mend erschwert.

Im Dia­log mit der amtie­ren­den Bun­des­mi­nis­te­rin Kar­li­c­zek berich­te­ten drei Jugend­li­che von ihren Sor­gen, aber auch von den gro­ßen Chan­cen, die ihnen ein Leben in Deutsch­land nun ermög­licht: Kari­na A. ist zusam­men mit ihrer Fami­lie nach Deutsch­land geflüch­tet. Nach­dem ihre Schu­le in Syri­en durch den Krieg zer­stört wur­de, baut sich Kari­na nun in Deutsch­land eine Zukunft auf. Seit ihrer Kind­heit möch­te sie schon Innen­ar­chi­tek­tin wer­den und arbei­tet ambi­tio­niert an ihrem Traum. „Für mich bie­tet Deutsch­land eine zwei­te Chan­ce fürs Leben“, erzählt Kari­na freu­de­strah­lend. The­kran K. war­tet der­zeit auf die Zusa­ge für einen Inte­gra­ti­ons­kurs. Auch er ist moti­viert und freut sich dar­auf, im Anschluss sein Stu­di­um in Müns­ter wei­ter­füh­ren zu kön­nen. Auch Heba A. ist 2011 mit ihrer Fami­lie aus Syri­en geflüch­tet. Trotz ihrer zwei klei­nen Kin­der hat sie mit Hil­fe des Jugend­mi­gra­ti­ons­diens­tes einen Schul­ab­schluss nach­ho­len kön­nen und beginnt im August nun ihre Aus­bil­dung als Fach­in­for­ma­ti­ke­rin, ihr Mann befin­det sich bereits in einer Aus­bil­dung als Dach­de­cker. Die drei jun­gen Erwach­se­nen befin­den sich dank der Hil­fe des Jugend­mi­gra­ti­ons­diens­tes auf einem guten Aus­bil­dungs­weg. Dass jun­ge Migrant*innen und Geflüch­te­te in Deutsch­land aus­ge­bil­det und geför­dert wer­den, ist Anja Kar­li­c­zek ein beson­de­res Anlie­gen. Durch den Fach­kräf­te­man­gel und die Erschlie­ßung neu­er Arbeits­be­rei­che, beson­ders im IT-Sek­tor, habe Deutsch­land ein gro­ßes Poten­ti­al, wel­ches genutzt wer­den müs­se. „Die Berufs­aus­bil­dun­gen in Deutsch­land bie­ten ein qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Aus­bil­dungs­sys­tem, wel­ches Theo­rie und Pra­xis ver­eint. Zudem kann im Anschluss an eine Aus­bil­dung ein Stu­di­um an einer Hoch­schu­le absol­viert wer­den – mit einem Abschluss haben die Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen alle Mög­lich­kei­ten, sich in Deutsch­land zu ver­wirk­li­chen“, betont Anja Kar­li­c­zek. Dabei sei die Beglei­tung durch Mentor*innen von gro­ßer Bedeu­tung. Bera­tungs­stel­len wie der Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst in Len­ge­rich bie­ten eine Start­hil­fe für jun­ge Migrant*innen und Geflüch­te­te und tra­gen somit aktiv zu einer geleb­ten Inte­gra­ti­on bei.

Kon­takt:
Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst Lengerich
Valen­ti­na Stelmach
Stet­ti­ner Stra­ße 25, 49525 Lengerich
Tel: 0178/3888691, Email: jmd@dw-te.de

 

v.l. obe­re Rei­he: Valen­ti­na Stel­mach (JMD), Bar­ba­ra Schon­schor (JMD), Kari­na A. , The­kran K. , Elke Rog­gen­land (CDU) vl. unte­re Rei­he: Dirk Hoff­mann (DW Teck­len­burg), Bri­git­te Lysk (Päd. Lei­tung JMD), Ste­fan Zim­mer­mann (Vor­stand DW Teck­len­burg), Anja Kar­li­c­zek (CDU), Heba A.