Pro­jekt „Gemein­de­na­he Dia­ko­nie für Teck­len­burg“ vor­ge­stellt — Advents-Got­tes­dienst zum Auf­takt der Akti­on „Brot für die Welt“

Der Got­tes­dienst am ers­ten Advent in der Stifts­kir­che Teck­len­burg-Lee­den stand im Zei­chen des Auf­takts zur 63. Akti­on „Brot für die Welt“. In die­sem Jahr lau­tet das The­ma „Eine Welt. Ein Kli­ma. Eine Zukunft.“. Das Hilfs­werk der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD) ist in mehr als 90 Län­dern rund um den Glo­bus aktiv. Es leis­tet Men­schen am Ran­de der Gesell­schaft über­wie­gend Hil­fe zur Selbsthilfe.

Die För­de­rung von Bil­dung und Gesund­heit, die Stär­kung der Demo­kra­tie, die Siche­rung des Frie­dens, die Ach­tung der Men­schen­rech­te sowie die Bewah­rung der Schöp­fung zäh­len zum Auf­ga­ben­ka­ta­log. Gemein­sam mit den Part­nern vor Ort wird dar­an gear­bei­tet, Lebens­si­tua­tio­nen in armen Län­dern oder Regio­nen zu verbessern.

Pfar­re­rin Ulri­ke Wort­mann-Rott­hoff nahm die Wor­te des Pro­phe­ten Sach­ar­ja auf: Sie­he, dein König kommt zu dir: ein Gerech­ter und ein Hel­fer. „Auch wir geben nicht auf, wir machen unse­re Erde gerech­ter und hilfs­be­rei­ter“, sag­te sie. Dies sei eine Mam­mut­auf­ga­be ange­sichts der Kri­se, in der sich die Welt der­zeit befin­det. Dass Stär­ke­re über­all für Schwä­che­re ein­ste­hen, blei­be ein Her­zens­an­lie­gen für alle Christen.

Die Erzäh­lung einer Augen­zeu­gin über ein Hoch­was­ser in Sim­bab­we aus dem Jah­res­be­richt von „Brot für die Welt“ hät­te auch aus den Flut­ge­bie­ten in Deutsch­land aus dem ver­gan­ge­nen Som­mer stam­men kön­nen. Die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels sei­en nir­gend­wo zu leug­nen, mach­te die Pfar­re­rin deut­lich. „Unser Glau­be hilft uns, inner­lich in sol­chen Kata­stro­phen nicht den Halt zu ver­lie­ren und ande­ren eine Hand aus­zu­stre­cken“, beton­te sie. Den Bibel­text aus dem 21. Kapi­tel des Mat­thä­us­evan­ge­li­ums über den Ein­zug Jesu in Jeru­sa­lem trug Pfar­rer Mat­thi­as Hövel­mann, Theo­lo­gi­scher Vor­stand des Dia­ko­ni­schen Werks des Ev. Kir­chen­krei­ses Stein­furt-Coes­feld-Bor­ken e.V., vor. Ab 1. Dezem­ber 2021 ver­schmilzt das Dia­ko­ni­sche Werk gemein­sam mit dem Dia­ko­ni­schen Werk Teck­len­burg e.V. zur Dia­ko­nie WesT e.V. Den Theo­lo­gi­schen Vor­stand der neu­en Dia­ko­nie bil­den dann Pfar­rer Mat­thi­as Hövel­mann gemein­sam mit Pfar­rer i.R. Jür­gen Nass.

Dia­ko­nin Inge­borg von Mül­ler infor­mier­te die Gemein­de über das neue Pro­jekt „Gemein­de­na­he Dia­ko­nie für Teck­len­burg“. Das Pro­jekt wird von ihr gelei­tet. „Durch den demo­gra­fi­schen Wan­del und die Coro­na-Pan­de­mie haben wir die Erfah­rung machen müs­sen, dass vie­le Men­schen sehr ver­einsamt leben“, erklär­te sie. Dem soll das Pro­jekt ent­ge­gen­wir­ken. Zie­le sei­en zudem die Ver­bes­se­rung oder Sta­bi­li­sie­rung der Lebens­be­din­gun­gen hil­fe­be­dürf­ti­ger Men­schen sowie die Akti­vie­rung Ehren­amt­li­cher und des gesam­ten Gemein­de­le­bens. Christ­li­cher Glau­be und prak­ti­zier­te Nächs­ten­lie­be gehör­ten untrenn­bar zusam­men. Dia­ko­nie lebe vom Mit­ein­an­der. Dies wol­le sie stär­ken, so von Müller.

Den musi­ka­li­schen Rah­men gestal­te­ten Harald Bud­ke an der Orgel und der Posau­nen­chor Lee­den. Die Besu­cher spra­chen das Frie­dens­be­kennt­nis der Öku­me­ni­schen Welt­ver­samm­lung von Seo­ul aus dem Jahr 1990 und den Advents­psalm 24. Dar­in heißt es: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch“. In den Für­bit­ten bat die Gemein­de um die gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung der Chris­ten in der Gesell­schaft im Sin­ne des Mot­tos der 63. Brot-für die Welt-Akti­on: „Eine Welt. Ein Kli­ma. Eine Zukunft.“

 

Bild und Text: Bri­git­te Striehn