Manch­mal genügt ein Perspektivenwechsel
Bera­tung bei Tren­nung und Schei­dung des Dia­ko­ni­schen Werks fei­ert 15-jäh­ri­ges Bestehen

Bereits seit 2006 unter­stüt­zen die Mit­ar­bei­te­rin­nen der Bera­tungs­stel­le bei Tren­nung und Schei­dung getrennt leben­de Eltern und deren Kin­der in den Gemein­den Len­ge­rich, Lie­nen, Lot­te, Teck­len­burg und Wes­ter­kap­peln dabei, kom­ple­xe Kon­flik­te und Fra­ge­stel­lun­gen in der Eltern- oder Fami­li­en­kon­stel­la­ti­on zu lösen. Inner­halb der Bera­tungs­pro­zes­se hel­fen die Bera­te­rin­nen den Rat­su­chen­den, ihre Ver­ant­wor­tung an der Pro­ble­ma­tik zu erken­nen und gemein­sam mit allen Betei­lig­ten Lösun­gen und Hand­lungs­schrit­te zu ent­wi­ckeln. „Manch­mal genügt schon ein Per­spek­tiv­wech­sel“, erklärt Doro­thee Laar­mann, Diplom-Päd­ago­gin. Laut der Bera­te­rin ist es häu­fig hilf­reich, die Kon­flikt­si­tua­ti­on zu sor­tie­ren und den Rat­su­chen­den eine mög­li­che Per­spek­ti­ve des ehe­ma­li­gen Part­ners oder der ehe­ma­li­gen Part­ne­rin auf­zu­zei­gen. „“So habe ich das noch gar nicht gese­hen“ ist eine häu­fi­ge Erkennt­nis in der Tren­nungs­be­ra­tung“, so Laar­mann. Die Bera­tungs­stel­le bie­tet getrennt leben­den Eltern dabei einen Rah­men, um wie­der mit­ein­an­der ins Gespräch zu kommen.

Doro­thee Laar­mann, Inga Hei­le­mann und The­re­sa Scholz-Hoff­mann fei­ern 15 Jah­re Bera­tung bei Tren­nung und Scheidung

Gera­de für Kin­der sind Streit oder gar die Tren­nung der Eltern mit vie­len Fra­gen und Ängs­ten ver­bun­den. Kin­dern wäre es am liebs­ten, wenn die Eltern zusam­men­blie­ben und ihre Kon­flik­te bewäl­ti­gen wür­den. Wenn dies aber nicht mög­lich ist, blei­ben Vater und Mut­ter, auch wenn sie kei­ne Paar­be­zie­hung mehr füh­ren, die Eltern ihrer gemein­sa­men Kin­der. Um den Auf­ent­halt, die Betreu­ung und den Kon­takt zu den gemein­sa­men Kin­dern best­mög­lich zu regeln, bie­ten die Bera­te­rin­nen Infor­ma­tio­nen sowie Ver­mitt­lung und Mode­ra­ti­on bei der Suche nach einer guten Lösung an. „Das ist oft gar nicht so leicht. Als Bera­te­rin­nen ste­hen wir manch­mal zwi­schen den Fron­ten. Dabei wol­len wir die Eltern unter­stüt­zen, den Blick immer wie­der auf die Bedürf­nis­se und Wün­sche ihrer Kin­der zu rich­ten“, berich­tet The­re­sa Scholz-Hoff­mann, Diplom-Sozialarbeiterin.

Natür­lich ist es am Schöns­ten, wenn Eltern inner­halb der Bera­tung einen guten und trag­fä­hi­gen Umgang mit der Situa­ti­on fin­den“, meint Inga Hei­le­mann, Lei­te­rin der Bera­tungs­stel­le. Lei­der gelin­ge das nicht immer. Dann bleibt den Eltern die Mög­lich­keit, beim zustän­di­gen Fami­li­en­ge­richt einen Antrag auf Rege­lung der elter­li­chen Sor­ge oder des Umgangs zu stel­len. Als Ver­tre­tung des Jugend­am­tes wir­ken die Bera­te­rin­nen eben­falls in den fami­li­en­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren mit.

Die Bera­tung ist frei­wil­lig, kos­ten­frei und auf Wunsch anonym. Rat­su­chen­de kön­nen per Tele­fon oder Email mit den Bera­te­rin­nen in Kon­takt tre­ten, um ein per­sön­li­ches Bera­tungs­ge­spräch zu vereinbaren.

Kon­takt:
Bera­tung bei Tren­nung und Scheidung
Stet­ti­ner Stra­ße 25, 49525 Lengerich
Tel.: 05481/3054266
Email: bts-lengerich@dw-te.de